«Es ist so unnötig!» Kristoffersen redet sich trotz Super-Lauf bei SRF-Interview in Rage

Sandro Zappella

7.1.2026

bild: Screenshot srf

Henrik Kristoffersen liegt beim Slalom in Madonna di Campiglio zur Halbzeit auf Rang 4. Dennoch teilt er beim SRF-Interview mächtig aus und hat keinerlei Verständnis für die inkonstante Pistenpräparation.

Sandro Zappella

Der erste Lauf des Nachtslaloms in Madonna di Campiglio ist ein Ski-Spektakel sondergleichen. Die ersten sieben Fahrer liegen nur 0,41 Sekunden auseinander und Loic Meillard auf Rang 18 liegt gerade mal 87 Hundertstel hinter dem überraschenden Leader Eduard Hallberg.

Ebenfalls mitten im Kampf um den Sieg befindet sich Henrik Kristoffersen, der auf Rang 4 gerade mal 0,29 Sekunden hinter der Spitze klassiert ist. Wer den Norweger deshalb gut gelaunt beim SRF-Interview erwartet hat, täuscht sich gewaltig. Kristoffersen verrät, dass er mit seinem Lauf zwar zufrieden sein, redet sich dann aber in Rage: «Schade, dass man die Bedingungen so inkonstant macht. Glatt, aggressiv, glatt, aggressiv. Es ist so unnötig.»

Es sei immerhin das erste Rennen, wo es für ihn auch unter solch inkonstanten Bedingungen funktioniere, so der 31-Jährige, der erklärt, dass er von den Verhältnissen nicht überrascht war: «Ich habe das schon bei der Besichtigung gemerkt, aber es ist so unnötig. Es ist wirklich so unnötig!» Der Norweger bezieht sich dabei auf die Piste, die offenbar bewusst so präpariert wurde, dass die Unterlage nicht gleichmässig glatt und griffig war. 

Kristoffersen hält fest, dass es den Zuschauern egal sein könne, es sei ja ein enges Rennen. Für die Athleten sei es hingegen ein bisschen schlimm, wie man beim ausgeschiedenen Fabio Gstrein gesehen habe: «Der hatte keine Chance, viel Grip, wenig Grip.»

Am Ende zieht Kristoffersen aber doch noch ein positives Fazit: «Es ist vielleicht das erste Rennen in meiner Karriere – oder seit sehr vielen Jahren – wo es auf solchen inkonstanten Verhältnissen funktioniert hat. Darum bin ich ganz zufrieden.»

Mit seinem zweiten Lauf dürfte der Norweger hingegen überhaupt nicht happy sein. Da fiel Kristoffersen nämlich noch von Rang 4 auf 15 zurück. 

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