Riesen-Spektakel in Schladming Kristoffersen tobt nach Meillard-Show: «Es ist völlig lächerlich»

Luca Betschart

28.1.2026

Loïc Meillard nimmt in Schladming die Gratuliationen von Lucas Pinheiro Braathen entgegen.
Loïc Meillard nimmt in Schladming die Gratuliationen von Lucas Pinheiro Braathen entgegen.
Bild: Keystone

Während Loïc Meillard beim Riesenslalom-Spektakel von Schladming regelrecht aufblüht, tun sich viele seiner Konkurrenten mit den eisigen Bedingungen schwer. Besonders bei Henrik Kristoffersen ist der Ärger gross.

Luca Betschart

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Loïc Meillard brilliert beim Nacht-Spektakel von Schladming und holt sich im Riesenslalom überlegen den Sieg. 
  • Anders als Meillard kommen zahlreiche Konkurrenten mit den extrem eisigen Bedingungen überhaupt nicht zurecht. Besonders gross ist der Ärger bei Henrik Kristoffersen.
  • Marco Odermatt verpasst das Podest als Vierter knapp, zieht aber wichtige Erkenntnisse aus dem letzten Riesenslalom vor Olympia.

Loïc Meillard heisst der grosse Riesenslalom-Sieger des Nacht-Spektakels in Schladming. Der 29-Jährige weist die Konkurrenz bei extrem eisigen Bedingungen in die Schranken und gewinnt das Rennen mit grossem Vorsprung vor Lucas Pinheiro Braathen und dem überraschenden Franzosen Alban Elezi Cannaferina.

«Es war in letzter Zeit nicht immer einfach im Riesen. Es gab Sachen, die nicht ganz gepasst haben», sagt Meillard nach seinem Triumph im SRF-Interview und fügt an: «Ich fühle mich auf Eis am besten, wo ich am besten fahren kann. Es funktioniert jedes Mal.»

Kristoffersens Ärger

Weniger Begeisterung lösen die schwierigen Bedingungen bei Meillards Konkurrenten aus. Allen voran bei Henrik Kristoffersen, der im ersten Lauf mit Startnummer 1 über zwei Sekunden verliert. «Ich weiss nicht, ob ich lachen oder weinen soll», so der 31-Jährige gegenüber des norwegischen Senders Viaplay. «Aber ich kann ja nach Wengen nichts mehr sagen. Markus Waldner (FIS-Renndirektor) hat mir einen Maulkorb verpasst.»

Waldner hatte den Norweger zuletzt ermahnt, nachdem sich Kristoffersen schon im Berner Oberland lautstark über die Bedingungen beschwerte. Und doch findet der Norweger auch in Schladming klare Worte: «Es ist völlig lächerlich. Ich bin im Weltcup noch nie einen Riesenslalom gefahren, bei dem es so glatt war. Es ist, als würde man mit Sommerreifen auf glattem Eis fahren. Ganz einfach. Das können sich die Leute selbst vorstellen.»

«Super Erkenntnisse» für Odermatt

Zustimmung erhält Kristoffersen von Podestfahrer Lucas Pinheiro Braathen. «Es ist unmöglich, sich auf einer solchen Unterlage gut zu fühlen. Von oben bis unten war es ein Krieg», hält der Zweitplatzierte fest. Auch Atle Lie McGrath findet: «Es ist ein Eislaufplatz und ziemlich beschissen. Ich hatte ständig etwas zu wenig Grip, die Skier glitten mir immer wieder davon.»

Und Marco Odermatt, der als Vierter für einmal neben dem Riesen-Podest landet, lässt im SRF-Interview durchblicken: «Ich hoffe nicht, dass es bei Olympia dieses Gefühl braucht, sondern dass es ein bisschen mehr ein Skifahren auf Schnee ist.» Dennoch zeigt sich der Nidwaldner mit seinem Auftritt im letzten Riesenslalom vor Olympia zufrieden: «Wenn ich diese Spannung und diesen Angriff hinkriege, dann geht es vorwärts und dann hält der Ski auf dieser harten Unterlage. Das sind super Erkenntnisse zum Mitnehmen.»

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