Ski-Star von Virus ausgebremst Marcel Hirscher muss sein Comeback verschieben

Jan Arnet

8.11.2025

Es dauert noch eine Weile, bis Marcel Hirscher wieder im Weltcup starten kann.
Es dauert noch eine Weile, bis Marcel Hirscher wieder im Weltcup starten kann.
Keystone

Marcel Hirschers zweites Comeback im Skiweltcup lässt weiter auf sich warten. Der 36-Jährige, der für die Niederlande startet, ist nach einer Viruserkrankung nicht fit genug für einen Start in Levi nächste Woche.

Jan Arnet

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Marcel Hirschers Comeback im Skiweltcup verzögert sich wegen einer Viruserkrankung, die ihn weiterhin vom Wettkampfstart abhält.
  • Der 36-Jährige befindet sich in einer intensiven Aufbauphase und verpasst auch den Slalom in Levi, hofft aber auf einen Start am 22. November in Gurgl.
  • Nach erfolgreicher Reha nach Kreuzbandriss bremste ihn zuletzt eine Erkältung aus, sein Comeback ist deshalb erneut vertagt.

Nach dem verpassten Riesenslalom zum Saisonauftakt in Sölden wird Marcel Hirscher auch beim Slalom in Levi am 16. November fehlen. Sein Umfeld bestätigte ORF am Freitagnachmittag, dass er weiterhin nicht wettkampffähig sei. Je nach Trainingsfortschritt werde die Situation neu beurteilt. 

Drei Wochen nach der Viruserkrankung fehlt Hirscher laut Teamangaben die nötige Belastung im Training. Zudem sei die Abstimmung zwischen Riesenslalom- und Slalom-Einheiten unter den aktuellen Bedingungen schwierig. Beide Disziplinen wolle er aber weiterhin bestreiten.

Aktuell befinde sich Hirscher in einer Aufbauphase, in der die Trainingsläufe Schritt für Schritt verlängert und intensiviert werden. Während andere Athleten schon rund 60 Skitage absolviert haben, bringt es Hirscher erst auf etwa zehn. «Ich bin am Start, sobald ich mich dazu bereit fühle, das braucht noch etwas Zeit», wird der achtfache Gesamtweltcupsieger von ORF zitiert.

Comeback in Österreich?

Die nächste Startmöglichkeit bietet sich beim Slalom in Gurgl am 22. November. Sollte auch dieser Termin zu früh kommen, wären die Technikbewerbe in Val d’Isère Mitte Dezember eine Option. Ein Antreten beim Riesenslalom in Beaver Creek (28./30. November) wäre dagegen eher unwahrscheinlich.

Hirscher hatte nach seinem Kreuzbandriss im vergangenen Dezember monatelang an seiner Rückkehr gearbeitet. Die Reha verlief ohne Komplikationen, das Knie hielt allen Belastungen stand. In den Trainingshallen von Zoetermeer und Hamburg-Wittenburg sowie in Zermatt zeigte sich der Salzburger stark verbessert – bis ihn eine Erkältung ausbremste.

Nach dem bitteren Aus im Vorjahr bleibt sein zweites Comeback damit vorerst verschoben. Doch wer Hirscher kennt, weiss: Aufgeben gehört nicht zu seinem Wortschatz.


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