Marco Odermatt zeigt auf der legendären Streif eine Top-Leistung und feiert seinen 100. Podestplatz. Aber es reicht nicht für zuoberst aufs Treppchen – und das schmerzt den besten Skifahrer der Gegenwart.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Marco Odermatt wird in der Kitzbühel-Abfahrt starker Zweiter.
- Odi freut sich aber nicht wirklich über seinen 100. Podestplatz.
- Sein grosses Saisonziel hat der 28-Jährige nämlich verpasst.
Sein grosses Saisonziel, ein Sieg in der Abfahrt in Kitzbühel, verpasst Marco Odermatt um sieben Hunderstel. Der 28-Jährige muss dem vier Jahre jüngeren Italiener Giovanni Franzoni den Vortritt lassen und sich zum dritten Mal mit Rang 2 begnügen auf der legendären Streif.
Im Interview mit «SRF» ist Odermatt die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. «Schwierig, man gibt so viel. Logisch, ich hatte heute ein Ziel. Und wenn es so knapp ist, tut es weh», so Odermatt auf seine Gefühle angesprochen. Und er gibt zu: «Ich habe es schon noch nicht verdaut.»
Dass es eine unfassbare Leistung ist, in Kitzbühel erneut aufs Podest zu fahren, ist für Odermatt so kurz nach dem Rennen ein schwacher Trost. «Sicher, es war wieder genial. Es war meine beste Fahrt auf der Streif. Aber dann tut es noch mehr weh, wenn man merkt, man ist gesund, man ist fit, man hat irgendwo das Vertrauen, ich habe bei der Besichtigung gemerkt, das Material passt perfekt. Und wenn dann gleichwohl wieder die sieben Hundertstel fehlen, dann tut es fast noch mehr weh.»
Fast schon entschuldigend fügt Odermatt an: «Ich fühle mich fast etwas blöd, wenn man mit einem zweiten Platz hier enttäuscht ist.» Besonders wenn man Kollegen um sich habe, die viel weniger erreicht hätten. Und doch hält er fest: «Logisch ist es für mich heute eine Niederlage.»