Nach einer kurzen Auszeit ist Marco Odermatt bereits wieder mitten im Aufbauprogramm für die neue Ski-Saison. Beim Wings For Life World Run in Zug verrät er bei blue News, weshalb seine «sozialen Batterien» manchmal stärker belastet werden als seine Muskeln.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Marco Odermatt nahm erneut am Wings for Life World Run in Zug teil und freute sich über den Teilnehmerrekord. Schweizweit waren mehr als 12'657 Läuferinnen und Läufer am Start.
- Nach seinen Ferien ist Odermatt wieder ins Aufbauprogramm für die neue Saison gestartet.
- In den kommenden Monaten konzentriert sich der Gesamtweltcupsieger vor allem auf Konditionstraining. Ab August steht dann wieder das Skifahren auf Schnee im Mittelpunkt der Vorbereitung.
Am Sonntag fand der Wings for Life World Run statt. Zeitgleich gingen weltweit Läuferinnen und Läufer an den Start, um Geld für die Rückenmarksforschung zu sammeln. Weltweit haben sich in 173 Ländern 346’527 Menschen aus 192 Nationen für den Lauf registriert, was auch auf internationalem Level erneut ein neuer Rekord bedeutet. So konnten rund 9,2 Millionen Euro gesammelt werden.
In der Schweiz wurde in Zug gelaufen – mit dabei waren auch mehrere Schweizer Topathleten wie Marco Odermatt. Der Gesamtweltcupsieger sagt über den Anlass: «Ich bin schon das sechste oder siebte Mal hier dabei und es macht immer Spass.» Dieses Jahr seien in Zug über 8000 Läuferinnen und Läufer am Start gewesen – so viele wie noch nie. «Meinen Teil dazu beizutragen, dass immer mehr Leute Spass an diesem Event haben und immer mehr Spenden zusammenkommen, ist cool.»
Aus seinen zahlreichen Teilnahmen hat Odermatt viele schöne Erinnerungen mitgenommen – und empfiehlt den Event auch Hobbyläufern: «Es ist nie einfacher, weit zu rennen als hier. Wer mal zehn, zwanzig, dreissig oder vierzig Kilometer laufen möchte, für den ist das der perfekte Moment. In der Masse geht es sehr einfach.»
Die Batterien sind geladen
Joggen gehört für den Ski-Star übrigens auch abseits des Wings for Life World Runs zum Trainingsprogramm. «Es ist Teil des Sommertrainings, hat aber keine Priorität», erklärt Odermatt. Als Ergänzung zum Velofahren sei es aber ideal fürs Ausdauertraining: «Ich jogge regelmässig auf der Laufbahn, auch mit Intervallen und Sprints.»
Nach seinen wohlverdienten Ferien ist Odermatt direkt wieder ins Training eingestiegen. «Nach den Ferien sind meine Batterien zu 100 Prozent geladen, aber das geht dann auch schnell wieder runter», sagt er. Nicht nur die körperlich intensiven Trainings seien fordernd, sondern auch die vielen Pflichttermine, die jeweils anstehen. «Das kostet viel Energie von den sozialen Batterien. Die Kombination mit dem Training ist nicht immer einfach.»
Deshalb versucht Odermatt, möglichst viele Termine zu erledigen, bevor die intensive Vorbereitungsphase beginnt. «Wenn ich mal so einen Tag habe, versuche ich, möglichst viel zu erledigen, damit ich mich an den meisten Tagen nur aufs Training konzentrieren kann.»
In den kommenden Monaten steht für den Nidwaldner vor allem Konditionstraining im Fokus. «Im Mai, Juni und Juli liegt der Schwerpunkt voll darauf», erklärt Odermatt. Ab August geht es dann wieder auf den Schnee, wo das Skitraining Priorität erhält. Bis dahin gehe es vor allem darum, hart an sich selbst zu arbeiten.