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Jetzt meldenMarco Odermatt trainiert für seinen Erfolg tagtäglich. Zum Rezept des Nidwaldners gehört auch das Schreiben dazu. Was es damit auf sich hat, sagt uns der Gesamtweltcupsieger gleich selbst.
Marco Odermatt hat eine Saison hinter sich, bei der er sich selbst die Augen reibt. «Es ist einmalig, was ich erleben darf», so der 26-jährige Gesamtweltcupsieger im Rahmen eines Medienanlasses seines Ausrüsters Stöckli am Freitag. In einem Nebensatz erwähnt Odermatt sein Tagebuch. blue Sport will mehr darüber wissen und spricht ihn auf sein Tagebuch an.
«Ich habe vor drei Jahren damit begonnen», entgegnet Odermatt. Was mit einer A5-Seite nach jedem Rennen begann, entwickelte sich weiter. Mit dem Tagebuch führte Odermatt anfänglich im Schilde, einfach darüber Bescheid zu wissen, welchen Ski und welchen Schuh er im jeweiligen Rennen gefahren ist. Mittlerweile gestaltet sich der Inhalt der Papiere komplexer und tiefgründiger.
So ist aus einer A5-Seite aus Informationen über sein Setup, «ein bisschen eine Aufgabe» geworden. Mittlerweile ergänzt Odermatt seine Einträge mit Renn-Passagen, die ihm gelungen oder weniger gelungen sind. Auch seine Konkurrenz findet Platz in seinem Tagebuch. Odermatt trägt sich ein, wo andere Athleten gut gefahren sind. Doch damit nicht genug: «Und dann begann ich damit, Emotionen, Gedanken – wenn etwas Spezielles passiert ist – aufzuschreiben.»
Odermatts Tagebuch, ein kunterbunter Blätterwald mit Details von der Oberfläche bis in die Tiefen des Seins des dreifachen Gesamtweltcupsiegers. «Gegen Ende Saison würde ich es jeweils gerne liegen lassen.» Immerhin hat Odermatt in der abgelaufenen Saison im Zeitraum von Dezember bis März 25 Rennen bestritten. Odermatt motiviert sich jedoch jeweils mit dem Nutzen hinter seinem Büchlein: «Wenn ich es dann im Frühling oder im Jahr darauf vor dem Rennen hervornehmen und schauen kann, was wichtig ist, dann hilft mir das jeweils viel.»
«Das Büchlein ist nur für mich», hält Odermatt fest. Eine Ausnahme macht der Abfahrtsweltmeister bei seiner Mentaltrainerin. Sie sei die einzige Person, die ins Tagebuch reinschaut.
Seit Ende März ruht der Kugelschreiber Odermatts. Die Weltcup-Saison ist vorbei, so auch die Tagebuch-Einträge nach den Rennen. Im Frühling sitzt Odermatt mit seiner Mentaltrainerin an einen runden Tisch und bespricht mit ihr die für sie auffälligen Dinge aus seinem Büchlein.
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