Atle Lie McGrath schafft das Wengen-Double und gewinnt zum zweiten Mal in Serie den Slalom am Lauberhorn. Im Interview erklärt der Norweger, warum er so gerne in der Schweiz fährt und wie es dazu kam, dass er «W. Nuss vo Bümpliz» übte.
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- Atle Lie McGrath begeistert in Wengen nicht nur mit dem Sieg im Slalom, sondern auch mit seinen Gesangskünsten.
- Am Samstag bei der Startnummern-Auslosung und am Sonntag nach der Siegerzeremonie singt der Norweger den Schweizer Hit «W. Nuss vo Bümpliz».
- Im Interview erklärt McGrath: «Es ist ein kleines Geschenk von mir an die Fans, dass sie immer kommen und uns beim Fahren zuschauen.»
Atle Lie McGrath holt sich nach 2025 auch in diesem Jahr den Slalom-Sieg in Wengen. Der Norweger sagt nach dem Rennen, dass es Wahnsinn sei, am Lauberhorn zwei Mal nacheinander zu gewinnen: «Die Strecke hier ist so schwierig, der Druck ist hoch, das Publikum ist magisch, aber du musst wirklich fokussiert sein.»
Wengen sei zusammen mit Adelboden, Kitzbühel und Schladming speziell und die Essenz des Skifahrens: «Wengen ist mythisch, in Kitzbühel gibt es die grösste Skiparty aber auch das Schweizer Publikum ist wirklich gut. Es sind mit die besten Fans in Wengen und Adelboden.»
Dass sich McGrath in Wengen wirklich wohlfühlt, zeigte er schon, als er am Samstagabend das Publikum mit einer Gesangseinlage überraschte und den «W. Nuss von Bümpliz», den Hit von Patent Ochsner, sang. Der Norweger erklärt: «In Adelboden habe ich Vogellisi gesungen und das war nicht so ein schwieriger Song. Dann hat mir ein Mädchen auf Instagram geschrieben und gesagt, ich müsse W. Nuss von Bümpliz lernen.» Also habe er den Song gelernt, es sei ein wirklich cooler Song, aber die erste Minute des Liedes sei sehr schwer mit dem Schweizerdeutsch: «Heute im Ziel war es besser, das war nur der Refrain.»
McGrath erklärt, warum er überhaupt die Lieder performt: «Ich liebe es, mehr über die Kultur der verschiedenen Orte zu lernen, und es ist ein kleines Geschenk von mir an die Fans, dass sie immer kommen und uns beim Fahren zuschauen.»
«Vielleicht kann ich ein Zimmer in Odermatts Haus haben»
Nach der Bestzeit im ersten Lauf rief McGrath, in Anlehnung an Marco Odermatt, in die TV-Kameras: «This is my house». Auf Nachfrage, ob es nach zwei Siegen in Serie jetzt tatsächlich auch sein Haus sei, antwortet er: «Ein bisschen mehr. Marco hat vier Siege, ich habe zwei, also brauche ich noch zwei weitere. Es ist schwierig, mit Marco zu konkurrieren, aber ich kann vielleicht ein Zimmer in seinem Haus haben.»
Der nächste Weltcup-Ort, den McGrath zu seinem Haus machen möchte, ist Kitzbühel, wo am nächsten Sonntag erneut ein Slalom stattfindet. Ein Lied hat er dafür aber noch nicht: «Ich habe bisher nur einen Steirer Song, aber der ist für Schladming, nicht für Kitzbühel. Man muss mir auf Instagram schreiben. Es ist für mich als Norweger schwierig zu wissen, welchen Volkssong es braucht in Österreich.»