Die Schere lag schon bereit Meillard weigerte sich, die Haare abzuschneiden – Holdener hätte es bei Gold getan

Jan Arnet

18.2.2025

Loïc Meillard war der grosse Abräumer an der Ski-WM. Die Haare liess er aber dran.
Loïc Meillard war der grosse Abräumer an der Ski-WM. Die Haare liess er aber dran.
Keystone

Die irre Frisuren-Aktion des Schweizer Speedteams an der Ski-WM dürfte noch lange in Erinnerung bleiben. Warum blieben eigentlich die Haare bei den beiden grossen Technik-Assen Loïc Meillard und Wendy Holdener dran?

Jan Arnet

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  • Das Schweizer Speed-Team der Männer sorgte an der Ski-WM mit verrückten Frisuren für Schlagzeilen.
  • Slalom-Weltmeister Loïc Meillard hätte auch die Chance auf einen neuen Haarschnitt gehabt, verzichtete aber auf die Kahlrasur.
  • Er hätte mit niemandem um seine Haare gewettet, erklärt Meillard. Wendy Holdener dagegen hätte sich die Haare abschneiden lassen, wenn sie WM-Gold geholt hätte.

Mit ihrem «Frisuren-Wahnsinn» dominierten Marco Odermatt, Franjo von Allmen und Co. an der Ski-WM die Schlagzeilen. Nach der Abfahrt rasierten sich die Mitglieder des Schweizer Speedteams der Männer allesamt die Haare – oder zumindest einen Teil der Haare – ab. Sie demonstrierten so ihren Zusammenhalt und rasierten sich damit in die Herzen der Ski-Fans.

Grosse Erfolge feierten in Saalbach aber auch die Schweizer Techniker. Allen voran Loïc Meillard, der im Slalom und in der Team-Kombinatin Gold und im Riesenslalom Bronze holte. Der Neuenburger ist der grosse Abräumer der Ski-WM – doch seine Haare blieben dran.

Warum? «Bei den Speed-Spezialisten hat eine Wette den Ausschlag gegeben, dass ihre Haare abrasiert wurden. Aber ich habe mit niemandem um meine Haare gewettet», erklärt Meillard dem «Blick». «Und deshalb werde ich die Aktion der Abfahrer auch nicht kopieren.»

Meillard ist zu diszipliniert, Holdener hätte es getan

Sein Teamkollege Daniel Yule hätte allerdings nur allzu gerne zur Schere gegriffen. Er erzählt, dass er sich gemeinsam mit Luca Aerni im Sommer-Ski-Camp in Argentinien jeweils einen Spass daraus mache, sich einen schrecklichen Haarschnitt zu verpassen. «Selbstverständlich haben wir schon mehrmals versucht, Loïc zu animieren, dass er bei unserer Aktion ‹Mut zur Hässlichkeit› auch mitmacht», so Yule. Für solche Dinge sei Meillard aber zu diszipliniert.

Durchaus bereit für einen neuen, schrecklichen Haarschnitt wäre dagegen Wendy Holdener gewesen. Hätte sie die langersehnte Goldmedaille gewonnen, hätte sie sich von ihren langen Haaren verabschiedet. Hinter Camille Rast reichte es im Slalom aber «nur» zu Silber.

Holdeners Freundin, die österreichische Ex-Skirennfahrerin Michaela Kirchgasser, stand offenbar mit der Schere schon bereit. «Vielleicht lasse ich mir auch so von ihr mal die Haare schneiden», wird Holdener im «Blick» zitiert.


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