Fehler gefunden?
Jetzt melden
Stefan Rogentin schwang vor dem Ziel ab und klassierte sich 25 Hundertstel hinter Sandro Manser
Keystone
Sandro Manser und Stefanie Grob gewinnen in St. Moritz die Schweizer Meistertitel in der Abfahrt. Die ganz grossen Namen stehen nicht am Start.
Manser hatte bereits in den Trainings überzeugt. Allerdings bleibt der sportliche Wert des bevorstehenden Titels begrenzt: Zum einen fehlten mit Marco Odermatt, Franjo von Allmen und Alexis Monney die nationalen Top-3-Fahrer im Abfahrts-Weltcup. Andererseits zog beispielsweise Rogentin, der bei der letzten Zwischenzeit noch in Führung lag, das Rennen nicht voll durch. Mit diesem Vorgehen zerstört er nicht die FIS-Punkte der nachfolgenden jungen Fahrer, deren zeitlicher Rückstand massiv in die Berechnung der FIS-Zähler einfliesst.
Manser hat die Selektion für ein Weltcuprennen noch nie geschafft. Das wird sich ändern. Im Europacup holte er in der vergangenen Saison in der Abfahrt vier Podestplätze, in Saalbach beim Finale und zuvor in Santa Caterina ging er sogar als Sieger hervor. Diese Resultate bescheren ihm in der kommenden Saison einen Fixplatz im Weltcup.
Gefahren wird dieser Tage in St. Moritz auf der Corviglia-Piste, auf der jeweils auch die Weltcup-Rennen im Engadin stattfinden. Der Start befindet sich auf 2685 m ü. M., der Zielbereich liegt rund 600 m tiefer. Bei der Startzeit um 7.45 Uhr war die Piste kompakt. Allerdings hinterliessen bereits die ersten 30 der 94 gemeldeten Starter deutliche Spuren.
Auch vier Athleten aus dem Ausland nutzten die Schweizer Meisterschaften zum Formtest. Der bekannteste war der Italiener Guglielmo Bosca, der im Weltcup schon in die Top 10 gefahren ist. Mehr als Platz 13 lag für ihn diesmal nicht drin.
Stefanie Grob gelang die erfolgreiche Titelverteidigung. Die Appenzellerin hielt Jasmin Mathis und die Olympia-Teilnehmerin Delia Durrer auf Distanz. Stefanie Grob schaffte in der zu Ende gehenden Saison den Durchbruch im Weltcup. Die 22-jährige Allrounderin fuhr im Super-G von Val di Fassa in die Top Ten, im Riesenslalom bildet Platz 17 und in der Abfahrt ein 18. Rang das Karriere-Bestresultat. Stefanie Grob liess sich 2023 und 2025 als Junioren-Weltmeisterin in der Abfahrt feiern.

Stefanie Grob rast zum Titel
sda
Gefahren wird dieser Tage in St. Moritz auf der Corviglia-Piste, auf der jeweils auch die Weltcup-Rennen im Engadin stattfinden. Der Start befindet sich auf 2685 m ü. M., der Zielbereich liegt rund 600 m tiefer. Bei der Startzeit der Männer um 7.45 Uhr war die Piste kompakt und hielt der Belastung erstaunlich gut stand. 94 Männer und 40 Frauen standen am Start.