Franjo von Allmen und Marco Odermatt schlagen in Gröden erneut zu und sorgen wie schon am Donnerstag für einen Schweizer Doppelsieg in der Abfahrt. Das sagen die beiden Überflieger nach dem Rennen.
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- Die Schweizer Speed-Cracks Franjo von Allmen und Marco Odermatt sorgen in Gröden für den nächsten Schweizer Abfahrts-Triumph! Wie schon am Donnerstag fahren die beiden zu einem Doppelsieg – nur diesmal hat von Allmen die Nase vorne.
- «Es macht Spass, wenn du die Wellen gut triffst», sagt der grosse Sieger im Interview nach dem Rennen.
- Marco Odermatt verpasst seinen 51. Weltcup-Sieg wie schon am Freitag nur knapp, weiss aber genau, wo er die entscheidende Zeit einbüsst: «Die Einfahrt in die Ciaslat war sicher nicht das, was ich wollte.»
Wie schon in der ersten, verkürzten Abfahrt vom Donnerstag gibt es in Gröden am Schweizer Duo Franjo von Allmen und Marco Odermatt kein Vorbeikommen. Einziger Unterschied im Vergleich zum Rennen vor zwei Tagen: Diesmal hat von Allmen die Nase vorne und verweist seinen Teamkollegen auf Platz 2.
«Ich fühle mich wohl auf dieser Strecke. Es macht Spass, wenn du die Wellen gut triffst», sagt Von Allmen im SRF-Interview nach seinem ersten Sieg in Gröden und räumt ein: «Ich muss es noch realisieren. Jetzt bin ich hier und geniesse es – ich werde auf der Heimfahrt schauen, wie ich das einordne.»
Nach dem Sturz im Super-G am Freitag zeigt der 24-Jährige auch am Samstag eine abenteuerliche Fahrt, auch wenn das nicht zum Plan gehört. «Der Sturz im Super-G war unnötig. Das geht auf Dauer nicht gut», so Von Allmen. «Deshalb habe ich mir gesagt, dass ich solid Skifahren und Spass haben will. Nicht übertreiben – dann klappt das schon.»
Gesagt, getan. Mit einer Ausnahme: Bei der zweiten Mauer kann der Abfahrts-Weltmeister einen neuerlichen Sturz nur mit Glück und Können verhindern – und verdient sich so die kurze Weihnachtspause: «Viel Zeit haben wir nicht. Aber länger als die Riesen-Gruppe. Von dem her werde ich sicher mal mit den Liebsten zusammensitzen und ein Bier trinken.»
Odermatt: «Franjo und ich sind heute in einer eigenen Liga gefahren»
Wie bereits am Freitag verpasst Marco Odermatt seinen 51. Weltcup-Sieg nur knapp. Diesmal fehlen dem Nidwaldner 30 Hundertstel auf die Bestzeit. Wo er diese im Vergleich mit seinem Landsmann einbüsst, weiss er genau. «Zu 90 Prozent hatte ich die Saslong sehr gut im Griff. Doch den Abschnitt, den ich sehr oft sehr gut im Griff habe, habe ich heute nicht perfekt getroffen. Die Einfahrt in die Ciaslat war sicher nicht das, was ich wollte», erklärt Odermatt.
Er habe versucht, dennoch nicht zu viel Tempo zu verlieren. «Viele andere würden vielleicht irgendwann anfangen zu bremsen. Ich probiere trotzdem, auf Zug zu bleiben. Deshalb bin ich sehr zufrieden», so der 28-Jährige, der im Zielraum anders als noch am Freitag nie ins Zittern kommt. Der Grund dafür ist einfach: «Franjo und ich sind heute in einer eigenen Liga gefahren. Wir waren oben sehr schnell und konnten es durchziehen.»