Kampf um die Kristallkugel vertagt Odermatt nach Braathen-Sieg: «Das war das Worst-Case-Szenario»

Syl Battistuzzi

7.3.2026

Es leuchtet nicht grün für Marco Odermatt beim Riesenslalom in Kranjska Gora.
Es leuchtet nicht grün für Marco Odermatt beim Riesenslalom in Kranjska Gora.
KEYSTONE

Rückschlag im Kugelrennen: Marco Odermatt landet im Riesenslalom von Kranjska Gora nur auf Rang fünf. Sieger Lucas Braathen verkürzt damit den Rückstand – die Entscheidung fällt erst beim Finale.

Syl Battistuzzi

Als Führender des ersten Durchgangs hat Lucas Pinheiro Braathen die Nerven behalten. Souverän fuhr der 25-Jährige zu seinem siebten Weltcupsieg – dem dritten in einem Riesenslalom. Damit verwies der Olympiasieger Loïc Meillard um 54 Hundertstel auf den zweiten Platz. Es waren zwei ganz verschiedene Läufe, meint Meillard im SRF-Interview.  «Ich habe attackiert, auch wenn ein paar Fehler drin waren», so sein Fazit.

Das Podest klar verpasst hingegen hat Marco Odermatt, der nach dem ersten Lauf schon fast eine Sekunde auf den gebürtigen Norweger Braathen verliert. Am Ende ist es der fünfte Rang für den Nidwaldner. «Ich wollte voll angreifen, um es noch aufs Podest zu schaffen», sagt er. «Ich habe alles probiert, am Ende waren halt ein paar Fehler drin», resümiert Odermatt.

Dann habe es ihn jeweils etwas rausgespickt und er habe hart draufstehen müssen, was natürlich Tempo gekostet habe, so der Weltmeister von 2023. Sinnloses Risiko habe er nicht nehmen wollen, er sei halt heute nicht «so ins Fahren gekommen», meint der Führende in der Disziplinenwertung.

Final-Kampf in Lillehammer «neue Situation»

Im Kampf um die kleine Kristallkugel im Riesenslalom ist sein Vorsprung auf Braathen nun auf 48 Punkte geschmolzen. «Es war das Worst-Case-Szenario, aber es ist noch immer alles möglich», hält Odermatt fest. Normalerweise habe er die Kugel schon vor dem letzten Rennen im Sack gehabt, jetzt sei es halt «eine neue Situation». 

Die Entscheidung im Kampf um die Disziplinenwertung im Riesenslalom fällt damit erst beim Finale in Lillehammer in zweieinhalb Wochen. Auch Meillard (89 Punkte Rückstand auf Odermatt) hat dabei zumindest theoretisch noch Chancen.

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