Österreicher staunen nach Abfahrt Von Allmen begeistert ORF-Kommentatoren – Kriechmayr adelt Odermatt
Marco Odermatt beeindruckt bei der Abfahrt am Lauberhorn mit einer Machtdemonstration. Auch Teamkollege Franjo von Allmen liefert eine Show. Im Nachbarland Österreich zeigt man sich begeistert.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Marco Odermatt gewinnt die Abfahrt in Wengen mit deutlichem Abstand.
- Franjo von Allmen fährt auf Rang vier und verpasst das Podest nur um drei Hundertstelsekunden.
- Der Berner Oberländer fährt im Kernen-S eine Kamera über den Haufen und wird für seinen Husarenritt gelobt: «Was für ein Einsatz, was für eine Show.»
- Auch Odermatt erhält viel Zuspruch, insbesondere vom zweitplatzierten Vincent Kriechmayr.
Franjo von Allmen zeigt in Wengen einen wilden Ritt. Der 24-Jährige stürzt sich mit Startnummer 13 so wuchtig in den Hundschopf-Steilhang vor dem verschobenen Starthaus, dass der Sensor am Schuh des Berner Oberländers bei der Einfahrt ins Kernen-S bereits 110 km/h meldet.
Ein unglaublich schneller Start – vielleicht sogar zu schnell, vermutet SRF-Experte Beat Feuz und soll damit Recht behalten. Denn als von Allmen mit halsbrecherischer Geschwindigkeit durch die schwierige Passage brettert, kollidiert er tatsächlich mit der Bande.
Der 24-Jährige kann den Sturz verhindern und weiterfahren. Wie in der Wiederholung zu sehen ist, räumt von Allmen bei seinem Malheur im Kernen-S aber sogar eine Kamera um. Als die spektakulären Bilder auf ORF laufen, schätzt Kommentator Hans Knauss ein: «Also die Kamera können’s vergessen.» Kollege Oliver Polzer zeigt sich begeistert: «Einmal neu ausrichten das Gerät. Was für ein Einsatz, was für eine Show. Das ist ein cooler Socken.»
Von Allmens Show ist auch nach Überqueren der Ziellinie nicht zu Ende. Beim Abbremsen wird dem jungen Speed-Spezialisten das hohe Tempo erneut zum Verhängnis; er stürzt zu Boden und kracht anschliessend in die Banden. Kurz darauf steht der 24-Jährige lachend wieder auf und zeigt an, dass er sich nichts getan hat.
Kriechmayr adelt Odermatt
Im Nachbarland staunt man nicht nur über den Husarenritt des Berner Oberländers, auch die sensationelle Fahrt von Marco Odermatt findet Anklang.
So gibt sich der zweitplatzierte Vincent Kriechmayr mit seinem Podestplatz zwar sehr zufrieden, verrät aber gegenüber ORF: «Es war eine meiner besseren Abfahrten in dieser Saison, teilweise sogar sehr gut. Ich könnte zwei, drei Zehntelsekunden finden, aber nicht acht Zehntel.»
So viel beträgt am Ende der Rückstand auf Sieger Odermatt. Auf ihn angesprochen verfällt Kriechmayr ins Staunen: «Unglaublich, was der Odi da wieder abgeliefert hat.»