Swiss-Ski-Sponsoren sollen angeregt haben, die Rennen in Crans-Montana nach der Brand-Katastrophe in der Silvesternacht abzusagen. Ski-Legende Pirmin Zurbriggen ist froh, dass sich das OK anders entschieden hat.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Einen Monat. nach der Brand-Katastrophe macht dieses Wochenende der Ski-Weltcup Halt in Crans-Montana.
- Laut der «NZZ» hätten die vier wichtigsten Sponsoren von Swiss Ski im Vorfeld dazu angeregt, die Rennen abzusagen. Sie hätten Zweifel, ob dies das richtige Zeichen sei.
- Das Renn-OK von Crans-Montana entschied sich dazu, die Rennen durchzuführen. Für die Walliser Ski-Legende Pirmin Zurbriggen das richtige Zeichen, wie er blue News verrät.
Gewichtige Akteure der Schweizer Ski-Welt hätten eine Absage der Rennen in Crans-Montana angeregt, berichtete die NZZ am Donnerstag. Der Redaktion liegt ein Brief vor, der von den CEO der vier wichtigsten Sponsoren von Swiss Ski – dem Hauptsponsor Sunrise sowie den Premium-Sponsoren BKW, Raiffeisen und Helvetia – unterzeichnet worden ist.
Die Sponsoren bringen darin ihre «starken» Zweifel zum Ausdruck, dass die Durchführung des Weltcup-Events bereits Ende Januar «das richtige Zeichen» sei und dem Ausmass der Katastrophe sowie den damit verbundenen Emotionen entsprechen könne.
In der Silvesternacht kamen bei einem Brand in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana 40 Menschen ums Leben, 116 weitere erlitten schwere Verletzungen.
Das Organisationskomitee um Präsident Didier Défago hat sich nach intensivem Austausch dennoch entschieden, die Weltcup-Rennen mit angepasstem Rahmenprogramm durchzuführen.
«Crans-Montana hat wunderschöne Sachen zu bieten»
Der grosse Walliser Ski-Star Pirmin Zurbriggen (62) unterstützt den Entscheid des OK. «Es war eine grosse Tragödie, die man genau aufarbeiten muss», sagt er zu blue News, «aber irgendwann muss man auch sagen: man muss weiterleben.»
Die Menschen müssen auch nach vorne schauen. Crans-Montana ist viel mehr als diese Tragödie. Zurbriggen: «Man sollte langsam das Bild wechseln. Crans-Montana hat wunderschöne Sachen zu bieten, welche man den Menschen präsentieren kann. Es wäre schade, wenn nur die Tragödie im Fokus steht, das hätten auch die Skifahrer nicht verdient.»
Auch Zurbriggen, der mit seiner Familie ein Hotel in Zermatt führt, schaut sich die Rennen vor Ort an. Schon in Adelboden, Wengen und Kitzbühel hat er im Zielraum mitgefiebert und mitgelitten.