Trennung von Swiss Ski Ramon Zenhäusern über Kader-Rauswurf: «Das tut schon weh»

Tobias Benz

5.5.2026

Ramon Zenhäusern über Trennung von Swiss Ski: «Das tut schon weh»

Ramon Zenhäusern über Trennung von Swiss Ski: «Das tut schon weh»

Obwohl Ramon Zenhäusern nicht mehr einem Swiss-Ski-Kader angehört, setzt er seine Karriere fort. Im Gespräch mit blue Sport verrät der 33-jährige Walliser, wie er nun für sich alleine plant und weshalb er von Rossignol zu Völkl wechselt.

05.05.2026

Obwohl Ramon Zenhäusern nicht mehr einem Swiss-Ski-Kader angehört, setzt er seine Karriere fort. Im Gespräch mit blue Sport verrät der 33-jährige Walliser, wie er nun für sich alleine plant und weshalb er von Rossignol zu Völkl wechselt.

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Tobias Benz, Andreas Aeschbach

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Ramon Zenhäusern gehört keinem Swiss-Ski-Kader mehr an.
  • Der 33-jährige Walliser glaubt aber weiterhin an seine Fähigkeiten und setzt seine Karriere fort.
  • Der Entscheid von Swiss Ski habe «weh getan», sagt Zenhäusern gegenüber blue Sport, verrät aber, dass er auch in Zukunft auf eine gewisse Unterstützung des Verbands zählen darf.
  • Darüber hinaus wechselt der Technik-Spezialist für die kommende Saison den Ausrüster und wird ab sofort mit Völkl zusammenarbeiten.

Seit Ende April ist klar: Ramon Zenhäusern gehört künftig keinem Swiss-Ski-Kader mehr an. Der 33-jährige Walliser, im vergangenen Winter noch im C-Kader, wird von Swiss-Ski an den Regionalverband «zurückgegeben». Ungeachtet dessen setzt der 2,02 Meter grosse Slalomspezialist seine Karriere aber fort.

«Nach reiflicher Überlegung und Selbstreflexion bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die Flamme für den Skirennsport keineswegs erloschen ist», schreibt Zenhäusern bereits vor einer Woche auf Instagram.

Nun spricht der Walliser mit blue Sport über den Entscheid, weiterzumachen – und legt nach: «Der erste Bewegungsgrund ist sicher der Spass, den ich nach wie vor habe beim Skifahren. Aber was ich mir auch gesagt habe: Es ist einfach noch zu viel Potential da.»

Er sei weiterhin überzeugt von sich, sagt Zenhäusern: «Ich glaube an meine Fähigkeiten und an mein Können. Das sieht man nach wie vor im Training und auch die Trainer bestätigen mir das.»

«Wenn man dann in den gleichen Topf geworfen wird ...»

Dementsprechend schmerzt der Kader-Rauswurf bei Swiss Ski. «Emotional tut das schon weh, wenn ich ehrlich bin», gesteht der 33-Jährige und erläutert: «Wenn man mit anderen Fahrern verglichen wird, die an einem anderen Punkt in ihrer Karriere sind und vielleicht bei weitem noch nicht so viel erreicht haben – oder auch das Potential nicht haben, so viel zu erreichen – wenn man dann in den gleichen Topf geworfen wird, dann tut das schon ein bisschen weh.»

Weil Zenhäusern aber nach wie vor zu den besten Schweizer Technikern zählt, will Swiss Ski den Walliser trotz Kader-Rauswurfs auch weiterhin unterstützen. «Sie wissen das und wollen mir auch künftig helfen. Ich werde das Sommertraining selber organisieren und finanzieren, aber ab Oktober, November kann ich auch langsam wieder mit ihnen mitgehen und mich ins Team integrieren.»

Wie sich Zenhäusern die Vorbereitung auf die kommende Saison finanziert, ist aktuell noch offen. Der 33-Jährige ist derzeit auch auf der Suche nach einem neuen Kopfsponsor. «Finanziell bin ich mich momentan am organisieren. Je nachdem, wie sich das entwickelt, kann ich dann planen, wie viel ich mir in der Vorbereitung finanziell erlauben kann.»

Wechselt auf kommende Saison Ausrüster und Kopfsponsor: Ramon Zenhäusern.
Wechselt auf kommende Saison Ausrüster und Kopfsponsor: Ramon Zenhäusern.
KEYSTONE

Wechsel von Rossignol zu Völkl

Klar ist mittlerweile, auf welchen Ausrüster Zenhäusern künftig setzt. Der Walliser wechselt für die kommende Saison nämlich von Rossignol zu Völkl. «Ich habe mich sehr schnell auf diesen Skiern wohlgefühlt. Die Tests sind gut verlaufen und mir wird mit Marian Bires ein Servicemann zur Verfügung gestellt, der extrem viel Erfahrung hat.»

Auf dem neuen Material erhofft sich der Routinier, sein volles Potential wieder regelmässig in Rennen zeigen zu können. «Das ist mein Ziel. Dann glaube ich, dass ich noch extrem viel erreichen kann. Und klar: Die Weltmeisterschaft vor der Haustür in Crans-Montana war sicher auch ein Grund mehr, weiterhin Ski zu fahren.»

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