Irre Aufholjagd von Odermatt und Co. Ski-Debakel für Österreich – jetzt führt die Schweiz in der Nationenwertung

SDA

10.1.2026 - 22:30

Stefan Brennsteiner und seine österreichischen Kolleginnen und Kollegen enttäuschen am Samstag auf ganzer Linie.
Stefan Brennsteiner und seine österreichischen Kolleginnen und Kollegen enttäuschen am Samstag auf ganzer Linie.
Keystone

Noch Mitte Dezember scheint Österreich in der Nationenwertung des Ski-Weltcups hoffnungslos enteilt. Nun führt die Schweiz erstmals wieder.

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Keystone-SDA, Jan Arnet

Unglaubliche 32 Mal hintereinander hatte sich Österreich von 1988 bis 2019 die Nationenwertung des Ski-Weltcups gekrallt, ehe die Schweiz zurückschlagen konnte. 2022 schafften die ÖSV-Stars nochmals ein Intermezzo, die letzten drei Saisons war aber die Schweiz die unangefochtene Nummer 1.

Doch der Thron geriet in diesem Winter zwischenzeitlich ins Wackeln. Mitte Dezember, zumal nach den verletzungsbedingten Ausfällen der Leistungsträgerinnen Lara Gut-Behrami, Corinne Suter und Michelle Gisin, musste man sich arge Sorgen um die Schweizer Vormachtstellung machen. Nach der ersten Frauen-Abfahrt in St. Moritz am 12. Dezember lag Österreich in der Nationenwertung happige 637 Punkte vor der Schweiz.

Wende kam mit Dreifachsieg

Schon am folgenden Tag schlugen die Schweizer Männer aber mit dem Dreifachsieg von Loïc Meillard, Luca Aerni und Marco Odermatt in Val d'Isère zurück. Seither sind die Swiss-Ski-Asse den Österreichern immer näher gekommen, und nach den erfolgreichen Rennen am Samstag in Adelboden und Zauchensee haben sie die Führung erstmals in dieser Saison übernommen – und dies recht deutlich. Aktuell liegt die Schweiz 166 Punkte vor Österreich.

Der Wendepunkt: In Val d'Isère standen Luca Aerni, Loïc Meillard und Marco Odermatt (v.l.) Mitte Dezember gemeinsam auf dem Podest, seither kamen die Schweizer den führenden Österreichern immer näher
Der Wendepunkt: In Val d'Isère standen Luca Aerni, Loïc Meillard und Marco Odermatt (v.l.) Mitte Dezember gemeinsam auf dem Podest, seither kamen die Schweizer den führenden Österreichern immer näher
Keystone

In Adelboden war Joshua Sturm als 14. der beste Österreicher, mit Lukas Feurstein (21.) schaffte es nur ein weiterer in die Punkte – die Aushängeschilder Stefan Brennsteiner und Marco Schwarz schieden aus. Fast noch schlechter lief es den Frauen bei der Abfahrt in Zauchensee. Zwar fuhren sechs Österreicherinnen in die Punkte, die beste – Cornelia Hütter – wurden allerdings nur 20. Zu allem Übel riss sich Magdalena Egger auch noch das Kreuzband und wird für den Rest der Saison ausfallen.

Bei den Frauen weisen die ÖSV-Athletinnen in der Nationenwertung zwar deutlich mehr Zähler auf als die Schweizerinnen, Erste sind sie allerdings auch da nicht. Das Ranking wird von den Amerikanerinnen um die Superstars Mikaela Shiffrin und Lindsey Vonn angeführt, die Schweiz belegt den 3. Platz.

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