Gleich mehrere Fahrer kamen im zweiten Abfahrtstraining in Garmisch zu Fall, einer musste ins Spital geflogen werden. Sportlich überzeugte Alexis Monney mit dem zweiten Rang.
Bevor am Wochenende die Weltcuprennen in Garmisch steigen, stand am Freitag das zweite Abfahrtstraining auf dem Programm – und das hatte es in sich. Gleich mehrere Stürze sorgten für bange Momente auf der Strecke.
Giovanni Franzoni erwischte es bereits kurz nach dem Start: Der junge Italiener verlor nach wenigen Sekunden einen Ski und kam zu Fall. Er blieb unverletzt und konnte Entwarnung geben.
Deutlich heftiger war der Abflug von Elian Lehto. Der Finne, der seine Trainings mit dem Schweizer Team absolviert, verlor mit Startnummer 25 im Streckenabschnitt «Hölle» in einer Rechtskurve die Kontrolle und krachte mit hoher Geschwindigkeit ins Sicherheitsnetz. Nach der Erstversorgung wurde der 25-Jährige per Helikopter ins Spital geflogen und musste dort auf die Intensivstation.
Der Arzt der finnischen Nationalmannschaft, Risto Kemppainen, gab Medienberichten zufolge Entwarnung: Lehto habe sich Verletzungen im Brustbereich sowie an den unteren Extremitäten zugezogen, die eine stationäre Behandlung notwendig machen, aber nicht lebensbedrohlich seien. Der Athlet sei bei Bewusstsein und ansprechbar
Lehto trainiert mit den Schweizern mit
Der heftige Unfall schlägt auch bei Swiss Ski auf die Stimmung: Seit rund vier Jahren trainiert Lehto im Rahmen einer Kooperation mit dem Schweizer Speed-Team.
Lehto betonte gegenüber blue Sport, dass ihn die Schweizer «wie ihren Sohn adoptiert haben». Er teilt jeweils das Zimmer mit Alexis Monney und spricht von engen Freundschaften und einer sehr positiven Teamatmosphäre trotz kultureller Unterschiede.
Lehto hat 2025 mehrere Top-10-Platzierungen im Weltcup erzielt und gilt als erfolgreichster finnischer Abfahrer der Geschichte.
Monney vorne dabei
Auch Nils Alphand stürzte im selben Abschnitt. Wie der französische Verband mitteilt, zog sich der Franzose Blessuren an Schulter und Rippen zu. Beide Zwischenfälle führten zu längeren Unterbrüchen.
Sportlich setzte Mattia Casse die Bestzeit. Mit Alexis Monney war allerdings ein Schweizer nur hauchdünne 0,04 Sekunden langsamer. Rang drei ging an Nils Allegre (+0,15).
Am Samstag steht um 11.45 Uhr die Abfahrt auf dem Programm, am Sonntag folgt zur gleichen Zeit der Super-G.
Steckbrief
- Vorname und Name: Elian Lehto
- Geburtsdatum: 02. Juni 2000
- Herkunft: Rovaniemi (FIN)
- Verein: Santa Claus Ski Team
- Ausrüster: Fischer
- Weltcup-Debüt: 19. Dezember 2018 (Riesenslalom in Saalbach)