Das ist nichts für schwache Nerven: Franjo von Allmen entgeht bei der Abfahrt in Kvitfjell einem fürchterlichen Sturz nur ganz knapp. Im Interview spricht er von einem Fahrfehler seinerseits.
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- Franjo von Allmen entgeht bei der Abfahrt in Kvitfjell einem schrecklichen Sturz nur knapp.
- Der Berner Oberländer gerät beim ersten Sprung in der Luft in Schräglage, kann sich gerade noch retten und landet ohne Sturz.
- Am Ende wird der Schweizer starker Vierter und spricht im Interview über seinen gefährlichen Fahrfehler.
«Das Tempo hochhalten, damit er hier Gas geben kann, wenn er drüber springt» – hört man Altmeister Beat Feuz bei SRF gerade noch sagen, dann kommt der Schreckmoment.
Kein Geringerer als Abfahrtsweltmeister Franjo von Allmen ist auf der Piste, rast in diesem Moment in Kvitfjell über den ersten Sprung – und gerät in der Luft plötzlich ins Trudeln.
Das sieht nicht gut aus, der Schweizer hat mächtig Rücklage, versucht sich mit durchgestrecktem Rücken und wedelnden Armen irgendwie noch zu halten... und steht den mächtigen Satz tatsächlich ohne Sturz.
Vom Schockmoment erholt sich der Berner Oberländer während seiner Fahrt nicht vollständig, landet schlussendlich aber doch auf Rang vier. Dass er in Kvitfjell einem Horror-Sturz nur haarscharf entkam, weiss der 23-Jährige selbst. Einen kleinen Scherz kann er sich im Ziel dann aber doch nicht verkneifen.
«Das war super angenehm», lacht von Allmen auf seine Flugeinlage angesprochen, wird dann aber ernst: «Nein, das ist etwas, das man als Sportler nicht will. Ein sehr unangenehmes Gefühl, das man versucht zu vermeiden.»
«Zu viel Druck auf der Kante»
Gegenüber SRF vermutet er einen Fahrfehler seinerseits: «Ich habe es selber noch nicht analysiert. Wahrscheinlich hatte ich zu viel Druck auf der Kante und bin deshalb relativ weit gesegelt und mit Rücklage.»
Nach dem Fehler habe er seinen Plan nicht normal weiterverfolgt. «Das ist mir bisher eigentlich immer gelungen ist, wenn ich einen Fehler hatte.» Dieses Mal sei er aber überall etwas direkter gefahren: «Das mag es bei diesem Schnee nicht so gut leiden, aber irgendwo probiert man das nachher unbewusst zu kompensieren.»
An derselben Stelle stürzte im vergangenen Jahr bereits der Franzose Cyprien Sarrazin im Training und musste für das Rennen damals mit einer Wadenverletzung passen.