Zoff mit Shiffrin? Vonn stellt klar: «Das war schlechte Kommunikation und hatte nichts mit ihr zu tun»

Sandro Zappella aus St. Moritz

14.12.2025

Lindsey Vonn spricht über ihr Verhältnis mit Mikaela Shiffrin.
Lindsey Vonn spricht über ihr Verhältnis mit Mikaela Shiffrin.
KEYSTONE

Die beiden amerikanischen Ski-Superstars Lindsey Vonn und Mikaela Shiffrin sollen kein gutes Verhältnis zueinander haben. Dem widerspricht Vonn und macht sogar Hoffnung, dass die beiden an Olympia ein Team bilden.

Sandro Zappella aus St. Moritz

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Lindsey Vonn beendet ein starkes Wochenende in St. Moritz mit Rang vier im Super-G und zeigt, dass sie definitiv wieder zur Weltspitze im Speed-Bereich gehört.
  • Entgegen Spekulationen betont Vonn, dass ihr Verhältnis zu Mikaela Shiffrin nicht schlecht sei, lobt deren Rückkehr im Super-G und zeigt sich offen für ein mögliches Olympia-Team.
  • Ein gemeinsamer Olympia-Teameinsatz mit Shiffrin bleibt offen: «Gesprochen haben wir noch nicht. Die Coaches treffen die Entscheidung und nicht wir.»

Lindsey Vonn beendet ein erfolgreiches Wochenende in St. Moritz mit dem vierten Rang im Super-G. Die Amerikanerin kann sich damit über einen ersten, einen zweiten und einen vierten Rang freuen. Die Energie habe im Verlaufe des Wochenendes schon etwas nachgelassen, sagt Vonn und erklärt: «Nicht nur körperlich, vor allem auch mental.» Die 41-Jährige hat aber eindrücklich bewiesen, dass sie im Speed-Bereich wieder die Frau ist, die es zu schlagen gilt.

Dass Vonn mehr als nur eine Skifahrerin ist, zeigt sich auch im Zielraum. Dort kommen immer wieder andere Weltcup-Profis zu ihr und fragen wegen eines Selfies: «Es ist schön, ich kenne nicht jede aus meiner ersten Karriere. Viele sind ja noch jung. Aber es ist schön, zurück zu sein und neue Mädels kennenzulernen», erklärt Vonn und ergänzt lachend: «Aber ich bin schnell, vielleicht habe ich Ende Saison weniger Freundinnen.»

Die nächste Frage ist dann natürlich der Elefant im Zielraum. Das Verhältnis zwischen ihr und Mikaela Shiffrin soll nicht das beste sein. Wie ist es denn nun tatsächlich? «Ich habe sehr viel Respekt für sie und was sie in ihrer Karriere geleistet hat», sagt Vonn und lobt Shiffrin dafür, dass sie in den Super-G zurückkehrt. Es ist somit das erste Mal seit 2019, dass die beiden erfolgreichsten Skifahrerinnen der Geschichte im gleichen Rennen am Start waren: «Ich finde es super, dass sie nochmals im Super-G fährt. Das ist sicher nicht leicht, wenn du einen Sturz hattest und verletzt warst», so Vonn.

Gibt es sogar das Traumpaar Vonn/Shiffrin in der Teamkombination an den Olympischen Spielen in Cortina? «Die Coaches haben gesagt, die schnellste in der Abfahrt, fährt mit der schnellsten Slalomfahrerin. Also wenn ich die beste Abfahrerin bin, dann …» Vonn hält inne und ergänzt dann: «Gesprochen haben wir noch nicht. Die Coaches treffen die Entscheidung und nicht wir.» Olympia sei sowieso noch weit weg und ihr Ziel seien die Individual-Disziplinen: «Der Teamevent ist etwas Besonderes, es ist eine zusätzliche Chance, eine Medaille zu holen. Aber für mich ist die Spezialabfahrt das Hauptziel.»

Aber wie steht es denn jetzt wirklich mit dem Verhältnis zueinander? «Es ist überhaupt nicht schlecht», stellt Vonn klar. Die Aufregung während der Ski-WM sei nur eine schlechte Kommunikation mit dem Team gewesen: «Das hatte nichts mit ihr zu tun.»

Zur Erinnerung, an der diesjährigen WM im Februar in Saalbach gab es angeblich Spannung zwischen den beiden, weil Lindsey Mikaela gefragt habe, ob sie mit ihr den Team-Event fahre. Shiffrin habe nicht mal auf ihre Nachricht geantwortet, formte ein Team mit Breezy Johnson und wurde Weltmeisterin.

Vielleicht kommt es in Cortina nun doch noch zum Traum-Duo. Zumindest die Fronten sollen nicht so verhärtet sei, wie es Tina Weirather am Samstag noch bei SRF verkündete. 

Videos aus dem Ressort

Was ein Hotel alles organisieren muss, wenn die Schweizer Ski-Stars kommen

Was ein Hotel alles organisieren muss, wenn die Schweizer Ski-Stars kommen

11.12.2025

Frauen-Cheftrainer Beat Tschuor: «Verletzungen haben eine gewisse Alltäglichkeit»

Frauen-Cheftrainer Beat Tschuor: «Verletzungen haben eine gewisse Alltäglichkeit»

10.12.2025