«Das ist vielleicht mein Erfolgsgeheimnis» Wengen-Sieger Franzoni setzt auf diesen Retro-Trick

Sandro Zappella aus Wengen

16.1.2026

Franzoni posiert nach seinem Wengen-Sieg – noch immer mit Nasenpflaster.
Franzoni posiert nach seinem Wengen-Sieg – noch immer mit Nasenpflaster.
IMAGO/Italy Photo Press

Frischer Wind und alte Accessoires im Skizirkus: Wengen-Sieger Giovanni Franzoni setzt auf ein Nasenpflaster – ein Relikt aus dem Fussball der 90er-Jahre. Er selbst nennt es lachend sein mögliches Erfolgsgeheimnis.

Sandro Zappella aus Wengen

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Giovanni Franzoni gewinnt überraschend den Super-G in Wengen und sorgt mit einem Nasenpflaster für Aufsehen.
  • Das Nasenpflaster, einst in den 90ern populär, soll ihm bei Atemproblemen helfen – und könnte laut Franzoni ein Glücksbringer sein.
  • Teamkollege Dominik Paris witzelte herum, das Pflaster ebenfalls zu tragen, verzichtete dann aber. 

Das Nasenpflaster erlebte in den 1990er-Jahren einen regelrechten Hype – vor allem im Profifussball. Damals galt es als leistungssteigernd, weil es angeblich die Sauerstoffzufuhr verbessern sollte.

Das Gesicht des Nasenpflasters: Olaf Marschall 1998 im Kaiserslautern-Trikot.
Das Gesicht des Nasenpflasters: Olaf Marschall 1998 im Kaiserslautern-Trikot.
picture alliance / Arne Dedert/dpa

Als Wissenschaftler diese Wirkung später als Mythos entlarvten, verschwand das Pflaster weitgehend von der Bildfläche. In jüngster Zeit feierte es jedoch – unter anderem in der Champions League – ein überraschendes Comeback.

Ein neuer Glückbringer

Nun ist das Nasenpflaster auch im Skisport prominent vertreten: Dank des überraschenden Wengen-Siegers Giovanni Franzoni. Der Italiener geht beim Super-G mit der Nummer 1 an den Start, fährt ein starkes Rennen und setzt sich in die Leaderbox.

Marco Odermatt gratuliert Franzoni in der Leaderbox zu dessen Traumfahrt.
Marco Odermatt gratuliert Franzoni in der Leaderbox zu dessen Traumfahrt.
screenshot: srf

Weil keiner mehr schneller ist, bleibt der 24-Jährige dort. Entsprechend oft fängt die TV-Kamera Franzoni ein. Und dabei fällt sofort etwas auf: Der Sieger trägt ein Nasenpflaster. Orientiert sich Franzoni an den Fussballern von früher – oder steckt mehr dahinter? blue News fragt im Zielraum nach. Franzoni erklärt: «Ich habe manchmal Mühe, durch die Nase zu atmen, deshalb habe ich es verwendet.»

Weil er mit seinem Nasenpflaster schon im ersten Training der Schnellste war, witzelte er mit Teamkollege Dominik Paris: «Er hat gesagt, wenn ich auch im zweiten Training der Schnellste bin, wird er ebenfalls ein Nasenpflaster verwenden – er hat es aber nicht gemacht», erklärt Franzoni lachend.

Vielleicht setzt Paris für die Abfahrt von morgen aber doch noch auf den Glücksbringer, im Super-G schied er nämlich aus, während Nasenpflaster-Franzoni zum Sieg fuhr. Der Sieg-Debütant im Weltcup erklärt dazu: «Es ist verrückt, das ist vielleicht mein Geheimnis, um schnell zu sein. Ich hoffe, es bringt mir weiterhin Glück.»

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