Aus Swiss-Ski-Kader geflogen Zwischen Hoffnung und Enttäuschung – wie weiter bei Ramon Zenhäusern?
Seit Freitag ist klar, dass Ramon Zenhäusern nicht mehr dem Swiss-Ski-Kader angehört. Ob dies das Karriereende für den 2-Meter-Hünen bedeutet, ist noch unklar. Für den Walliser gibt es aber auch Hoffnung.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Swiss-Ski hat am Freitag die Kaderselektionen für den kommenden Winter bekanntgegeben und insgesamt 104 Athletinnen und Athleten nominiert.
- Ramon Zenhäusern wurde nicht mehr selektioniert. Ob der Walliser seine Skischuhe jetzt an den Nagel hängt, ist noch nicht klar.
- Hoffnung gibt es für den 33-Jährige aber, dass er im nächsten Winter weiterhin mit Swiss-Ski zusammenarbeiten kann.
Wie bereits in der vorletzten Saison konnte Ramon Zenhäusern auch in diesem Winter die leistungsmässigen Vorgaben für einen Platz in den Verbandsstrukturen von Swiss-Ski nicht erfüllen. Anders als letztes Jahr, als die Verantwortlichen dem Slalom-Spezialisten noch eine Chance geben wollten, gibt es jetzt keine Selektion mehr für Zenhäusern.
Als 37. in der Slalom-Wertung der abgelaufenen Saison verliert der bald 34-Jährige seinen Kaderstatus und wird in den Regionalverband zurückgestuft. Ob er damit einen Schlussstrich unter seine durchaus erfolgreiche Karriere setzt – Zenhäusern holte 2018 in Pyeongchang Olympia-Silber und mit dem Schweizer Team Olympia-Gold, zudem gewann er vier Slaloms und zwei Parallelrennen im Weltcup – ist noch ungewiss.
Laut dem «Tagesanzeiger» würde der Zwei-Meter-Mann seine Karriere gerne fortsetzen, sofern es die finanziellen Rahmenbedingungen erlauben. Pech für Zenhäusern: Sein Vertrag mit dem Kopfsponsor ist ausgelaufen, aktell steht er ohne Hauptpartner da. Der verlorene Kaderplatz macht die Suche nach einem Sponsor nicht einfacher.
Zukunftsentscheid steht bevor
Nächste Woche stehen Gespräche mit den Verbandsverantwortlichen und den Trainern an. Gut möglich, dass sich dann auch entscheidet, wie es mit dem Walliser weitergeht. Möglich ist auch, dass Zenhäusern weiterhin mit Swiss-Ski zusammenarbeiten und davon auch finanziell profitieren kann.
«Wir lassen ihn nicht fallen», wird Alpinchef Hans Flatscher im «Tagesanzeiger» zitiert. «Ramon könnte im Herbst mit dem Team mittrainieren. Und wenn die Form stimmt, darf er auch die ersten Weltcuprennen bestreiten.»
Zenhäuserns Glück könnte sein, dass im Slalom abgesehen von Junioren-Weltmeister Giuliano Fux kaum Schweizer Talente nachrücken.
Noch immer ist er die Schweizer Nummer 5 im Slalom und könnte so zumindest zu Beginn des nächsten Winters nach wie vor mit einer Nummer kurz nach den Top 30 starten. So dürfen die Fans des «Doppelmeters» weiter hoffen, dass Zenhäusern mindestes noch eine Saison anhängt.
Hier findest du die kompletten Selektionslisten der Frauen und der Männer.