17.02.2017 - 16:45, mar

Flugshow-Schock: «Das wird Konsequenzen haben!»

Anzeige
In Sekunden überspringen
noch Sekunden
Überspringen
 

69 Bewertungen


Der unglückliche Unfall an der Ski-WM, bei welchem ein Flugzeug ein Kameraseil gekappt hat, hinterlässt Fragezeichen. Er sorgt insbesondere bei der Skigemeinde aber auch für grosse Empörung.

Man hatte noch einmal Glück im Unglück als am Freitagmittag bei einer Flugshow an der Ski-WM niemand zu Schaden gekommen ist. Ein zu tief fliegendes Flugzeug der Staffel PC-7 kappte ein Kameraseil, wodurch diese zum Absturz gebracht wurde und mitten im Zielraum aufschlug. Glücklicherweise konnte auch das Flugzeug sicher landen.

Der zweite Lauf des Riesenslaloms musste anschliessend um eine halbe Stunde verschoben werden, weil durch den Absturz auch die Sesselbahn ausfiel. Immerhin konnte das Rennen noch stattfinden, doch der Unmut war bei einigen Fahrern zu spüren. So sagte der Halbzeitführende und spätere Weltmeister Marcel Hirscher etwa: «Ich habe mir bei der Flugshow schon ein paar Mal gedacht, es ist richtig, richtig knapp. Ich bin ein bisschen sprachlos.»

Die besten Bilder der Ski-WM

  • SKI ALPIN WM 2017 ST. MORITZ MAENNER SLALOM
  • SWITZERLAND ALPINE SKIING WORLDS MEN SLALOM
  • SWITZERLAND ALPINE SKIING WORLD CHAMPIONSHIPS 2017
  • SWITZERLAND ALPINE SKIING FIS WORLD CHAMPIONSHIPS 2017

In Sachen Kommunikation haben die Verantwortlichen von der Kantonspolizei zwar vieles richtig gemacht. Sie kommunizierten umgehend und transparent, wollten kurz nach dem Mittag aber noch keine Fragen zulassen, weil der Vorfall zuerst genauer untersucht werden sollte.

Unabhängig davon was diese Untersuchungen ergeben, ist für die meisten schon jetzt klar, dass der eine Pilot einfach zu tief geflogen ist. Die Erklärung dafür ist, dass bei den Übungen die Seile jeweils etwas tiefer hingen. Für den FIS-Renndirektor Markus Waldner ist der Unfall auf jeden Fall ein grosser Skandal, der sich auf keinen Fall wiederholen darf: «Wir haben das im Vorfeld schon getestet, sie hätten wissen müssen, wie tief sie fliegen können. Der ist sicher zu tief geflogen. Das wird sicher ein Nachspiel geben», so Waldner in einem Interview mit «ORF».

Viele erinnerten sich nach Unglück auch schnell an den Drohnen-Vorfall von Madonna die Campiglio im Jahr 2015, als Hirscher während seiner Fahrt des Nachtslaloms beinahe von einer abstürzenden Drohne getroffen wurde. Seither sind Drohnen über den Skirennpisten verboten. Gleiches könnte den Fliegerstaffeln blühen.

Weitere Artikel

Anzeige
Bitte aktivieren Sie Javascript für die beste Browserfunktionalität