Im Kellerduell zwischen Winterthur und den Grasshoppers sorgt eine VAR-Intervention für Gesprächsstoff: Ein vermeintlicher Ausgleich des Heimteams wird aberkannt.
Auf der Schützenwiese kommt es in der 33. Runde zum Duell zwischen dem Tabellenletzten Winterthur und dem Tabellenvorletzten Grasshoppers. Den besseren Start erwischen die Gäste.
Nach 18 Minuten schliesst GC-Jungstar Asp Jensen aus der Distanz ab und sein trockener Abschluss schlägt im unteren rechten Eck ein. Doch nur sieben Minuten später scheint die Euphorie im Team von Gernot Messner schon verflogen.
Jankewitz schlägt den Ball einfach mal hoch nach vorne und Hunziker setzt sich stark gegen Ngom durch und vollendet dann eiskalt. Schiedsrichter Urs Schnyder schaut sich die Situation nach VAR-Intervention von Fedayi San aber im Video an.
Experte Grossen stärkt VAR den Rücken
Der Unparteiische annulliert schliesslich den Treffer. Dies, weil aus seiner Sicht vor dem Tor ein Foul von Arnold an GC-Stürmer Frey vorangegangen war – sicherlich eine harte Entscheidung. Ob es eine klare Fehlentscheidung war und der VAR eingreifen musste, wird Schiri-Experte Bruno Grossen im Studio bei blue Sport gefragt.
«Am Schluss wurde vom VAR alles richtig gemacht», hält er fest und führt aus: «Die Balleroberung war einfach nicht sauber von Winterthur. Ein klares Halten an Michi Frey, darum wurde er rausgebeten». Während San also Lob von Grossen bekommt, gibt es ein wenig Kritik für Schnyder: «Ein bisschen schade, dass er es nicht selber gesehen hat, aber letztendlich muss es halt stimmen», resümiert er.
«Wir haben ein klares VAR-Problem»
Anders bewerten die Winterthur-Exponenten die Szene: «Wenn er es pfeift, sage ich gar nichts. Ob man das mit VAR zurücknehmen muss, stelle ich sehr infrage», meint Captain Remo Arnold im Interview mit blue Sport.
Sein Trainer Patrick Rahmen findet: «Sie reissen beide, der Frey genau gleich. Wenn es Urs Schnyder so taxiert hätte, würde ich nichts sagen, aber für eine VAR-Meldung ist es keine klare Fehlentscheidung.»
«Und wenn ich jetzt so schaue, wie oft wir im VAR benachteiligt waren, muss ich sagen, wir haben einfach auf uns bezogen ein klares VAR-Problem», resümiert Rahmen. Der 57-Jährige sieht zu allem Übel in der Nachspielzeit noch die Rote Karte wegen Reklamierens.
Am Ende geht der wichtige Abstiegsknüller gegen den Kantonsrivalen mit 0:2 verloren. Für Winterthur setzte es die 22. Niederlage dieser Saison ab. Der FCW hat keines seiner letzten sechs Liga-Heimspiele gewonnen – neuer Vereinsnegativrekord. Der Tabellenletzte hat nun bereits acht Punkte Rückstand auf die auf dem elften Platz stehenden Grasshoppers.