Vor dem kapitalen Spiel gegen Winterthur stellen sich GC-Sportchef Alain Sutter und Gernot Messner den Medien. Während Messner Kampfbereitschaft fordert, nimmt Sutter seine Spieler in die Pflicht und verzichtet auf eine Jobgarantie für seinen Coach.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- GC steht vor einem entscheidenden Abstiegsduell gegen Winterthur, bei dem eine Niederlage den Vorsprung auf das Schlusslicht auf nur zwei Punkte schrumpfen lassen würde.
- Sportchef Alain Sutter und Trainer Gernot Messner fordern von der Mannschaft mehr Kampfgeist, Mentalität und vor allem eine deutlich stabilere Defensive nach zuletzt neun Gegentoren in zwei Spielen.
- Trotz Unterstützung für Trainer Messner gibt es keine Jobgarantie, während selbst ein möglicher Cupsieg laut Sutter eine insgesamt enttäuschende Saison nicht kaschieren würde.
Auf GC wartet der Abstiegsknüller schlechthin. Sollten die Hoppers am Samstag in Winterthur verlieren, kommt das Schlusslicht auf zwei Punkte heran.
Sportchef Alain Sutter schickt an der Pressekonferenz vor dem kapitalen Spiel eine klare Ansage an die Spieler: «Jedem muss bewusst sein, um was es geht und was für ein Spiel uns erwartet.» Er habe selbst auch zum Team gesprochen: «Ich habe der Mannschaft gesagt, dass sie sich auf einen heissen Tanz einstellen muss.»
Nur Negativität sei aber nicht angebracht: «Es ist unsere Aufgabe, nicht nur auf das Team einzuhauen», weiss der 58-Jährige. «Wir sprechen klar an, was verbessert werden muss, zeigen aber auch die guten Sachen. Im Moment laufen die Spiele gegen uns. Das Team muss sich jetzt das Glück verdienen und die Extrameile gehen, um die Spielverläufe auf unsere Seite zu drehen», so Sutter.
Messner fordert Kampfbereitschaft
Trainer Gernot Messner weiss: «Es geht vor allem darum, den Kampf anzunehmen. Es wird um Kampf, Energie, Einstellung und Mentalität gehen.»
Neben Kampf und Mentalität muss GC aber vor allem defensiv besser auftreten als in den vergangenen Wochen. Ganze neun Gegentore kassierten die Hoppers in den letzten zwei Spielen. «Wir müssen die individuellen Fehler abstellen», sagt Messner. Und: «Es geht darum, noch mehr als Team zu verteidigen und auch mal den Fehler des Kollegen auszubessern. Das wird der Schlüssel sein.»
Nach den zwei Kanterniederlagen gegen Sion und Servette sei die Stimmung im Team «natürlich nicht gut» gewesen, sagt der 45-Jährige. Aber: «Im Leben geht es immer weiter. Es ist wichtig, den Kopf klarzubekommen. Und dann Energie zu sammeln und mit einer Positivität nach vorne zu schauen.»
Keine Jobgarantie für den Coach
Nach vorne schaut auch Alain Sutter. Und der Sportchef gibt seinem Trainer keine Jobgarantie für die kommende Woche, auch wenn dieser erst seit zwei Spielen im Amt ist: «Ich bin schon so lange in diesem Geschäft. Das Letzte, was ich mache, ist irgendwelche Versprechen oder Garantien abzugeben. Wir kennen alle die Dynamiken im Fussball. Aber ich bin überzeugt von der Arbeit von Gernot und seinem Team und gehe von einem positiven Resultat am Wochenende aus.»
Hat der Österreicher nach diesen Worten und seinem totalen Fehlstart bereits Angst um seinen Job? «Angst ist kein guter Ratgeber. Es geht überhaupt nicht um meine Person, sondern um die Mannschaft», schwächt Messner ab.
Sa 11.04. 17:25 - 20:15 ∙ blue Sport Live ∙ UHD HDR FC Winterthur - Grasshopper Club Zürich
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Cupsieg würde die Saison nicht retten
Speziell: Eine Woche nach dem Abstiegsknüller in Winterthur wartet auf GC gegen Lausanne-Ouchy die Chance, in den ersten Cupfinal seit 13 Jahren einzuziehen. Der Grat zwischen Himmel und Hölle ist also schmal.
Trotzdem sagt Alain Sutter: «Auch wenn wir den Cup gewinnen und die Klasse halten, werde ich mit dieser Saison nicht zufrieden sein. Ich habe viel mehr von der Mannschaft erwartet und mir eine grössere Entwicklung erhofft.»
Klar ist aber: Bei einem Klassenerhalt wird die Unzufriedenheit deutlich kleiner sein. Ein Sieg im Abstiegsknüller wäre der erste (grosse) Schritt.