Die Grasshoppers stecken im Tabellenkeller der Super League fest – doch einer liefert konstant ab: Jonathan Asp Jensen. Der von Bayern München ausgeliehene Däne ist GC-Topskorer und spricht offen über seinen schwierigen Start in Deutschland und sein neues Glück in Zürich.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Leihspieler Jonathan Asp Jensen ist mit 8 Toren und 4 Assists der klar produktivste GC-Spieler in einer bisher enttäuschenden Saison.
- Der 20-jährige Däne wechselte mit 16 Jahren von Midtjylland zu Bayern München und hatte anfangs mit Sprache, fehlenden Freunden und der physischen Spielweise zu kämpfen.
- In Zürich fühlt sich Asp Jensen wohl und hebt besonders die Unterstützung von GC-Routinier Amir Abrashi vor dem anstehenden Derby gegen den FCZ hervor.
Bei den Grasshoppers läuft es auch in dieser Saison in der Super League nicht nach Wunsch. Die Hoppers liegen auf dem Barrage-Platz, haben zwar sieben Punkte Vorsprung auf Winterthur am Tabellenende, aber auch sechs Punkte Rückstand auf Servette auf dem rettenden zehnten Rang. An einem liegt die GC-Krise aber sicher nicht: An Jonathan Asp Jensen. Der 20-jährige Däne ist von Bayern München ausgeliehen und in dieser Saison der mit Abstand produktivste GC-Spieler: Die meisten Tore (8), die meisten Assists (4) und folglich auch die meisten Skorerpunkte (12) hat Asp Jensen bisher vorzuweisen.
Im Gespräch mit blue Sport verrät der Mittelfeldspieler: «Ich wollte immer Fussballspielen, immer ein Profi werden. Das war mein Traum, seit ich klein bin.» Als Kind habe ihm sein Vater gesagt, er solle Fussball etwas ernster nehmen. Das habe er getan und gemerkt, dass er mithalten könne.
Im Sommer 2022 wagt Asp Jensen mit gerade mal 16 Jahren den Schritt von der Jugend von Midtjylland zur U17 von Bayern München. Asp Jensen erinnert sich: «Bayern war ein grosser Klub. Die Kultur, die Art zu spielen waren komplett anders.» Damals sei es schwer gewesen, weil der Fussball physischer geprägt war und er selbst noch kleiner gewesen sei, als er es jetzt ist. Dann verrät Asp Jensen, dass es für ihn zu Beginn nicht leicht gewesen sei: «Am Anfang war es hart. Die Sprache, ich hatte keine Freunde, nichts. Ich kannte niemanden.»
Er habe aber täglich mit seiner Familie gesprochen und sein Vater habe ihm immer gesagt: «Manchmal musst du hart sein, um es zu schaffen.» An diese Worte habe er sich immer erinnert und nie wirklich an sich gezweifelt, so der heute 20-Jährige.
Eine hübsche Stadt und ein wichtiger Mitspieler
In Zürich fühlt sich Asp Jensen sehr wohl: Ich liebe es hier, Zürich ist sehr hübsch und ich bin sehr glücklich. Einen Anteil daran, dass die Integration bei GC gut verlaufen ist, hat auch Amir Abrashi. Die GC-Identifikationsfigur habe ihm sehr geholfen: «Ich spreche oft mit ihm oft – über alles. Ich bin sehr froh, dass ich die letzten acht Monate mit ihm verbringen konnte.»
Es sei sowieso eine Ehre, mit einer GC-Legende wie Abrashi zusammenzuspielen. Die nächste Chance dazu gibt sich Asp Jensen heute Abend um 20:30 Uhr. Dann geht es im Zürcher Derby gegen den FCZ.
Sa 21.02. 20:10 - 23:15 ∙ blue Sport Live ∙ UHD HDR Grasshopper Club Zürich - FC Zürich
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