Dass Mario Frick noch immer beim FC Luzern an der Seitenlinie steht, ist alles andere als selbstverständlich. Denn eigentlich wollte er im Sommer weg, wie er im Fussball-Talk Heimspiel verrät.
Im Fussball-Talk Heimspiel spricht Frick über seinen bewegten Sommer. Er sei in den Ferien gewesen, als ihm sein Berater angerufen habe und ihm vom Interesse Pisas erzählt habe. Eigentlich habe er ja nicht unbedingt gehen wollen, aber: «Meine Enttäuschung über Verpassen von Europa war dermassen gross, dass ich im Frust sagte, ich will etwas Neues.»
Er habe dann Sportchef Remo Meyer informiert, dass er mit Pisa Gespräche führen wolle. Und das waren eine Menge Gespräche, wie Frick mit einem Augenzwinkern schildert. Er sei sich nach den Calls dann «eigentlich sicher» gewesen, dass der Wechsel zustande kommt. Tut er aber nicht.
«Schlussendlich hat sich der Klub dann für Gilardino entschieden, worüber ich jetzt komplett froh bin. Das wäre überhaupt nicht mein Klub gewesen, das wäre überhaupt nicht meine Philosophie gewesen, das wäre überhaupt nicht mein System gewesen», erklärt Frick und scheint sich selbst zu wundern, dass er diesen Wechsel überhaupt in Erwägung zog.
Nachdem das Thema Pisa vom Tisch war, hat sich Frick noch einmal Gedanken über seine mögliche Zukunft beim FCL gemacht: «Kann ich die Aufgabe noch einmal so annehmen? Habe ich die Kraft noch, habe ich die Motivation noch?» Darüber habe er dann auch mit Meyer gesprochen und da sei ihm dann klar geworden, dass er in Luzern noch nicht fertig sei. «Es wäre ein Fehler gewesen und ich bin froh, dass es so gelaufen ist, wie es gelaufen ist.»
Dass er bereits mit einem Wechsel liebäugelte, hat seine Position im Verein überhaupt nicht geschwächt. Denn Frick hat die Karten immer offen auf den Tisch gelegt. Der Liechtensteiner mag es ehrlich und direkt, was auch bei den Spielern gut ankommt. Dazu passt die besondere Feedback-Kultur, die es beim FC Luzern gibt …