Der FC Basel lässt Innenverteidiger Jonas Adjetey per sofort in die Bundesliga ziehen. In einer Medienmitteilung erklärt FCB-Präsident David Degen, wieso der Transfer zustande kommt, obwohl sich die sportliche Leitung dagegenstellt.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Jonas Adjetey verlässt den FC Basel am letzten Tag des offenen Transfer-Fensters und wechselt in die Bundesliga.
- Wie der FCB in einer Medienmitteilung erklärt, hat sich die sportliche Führung gegen den Transfer ausgesprochen.
- FCB-Präsident David Degen erklärt, wieso sich der Verwaltungsrat in dieser Angelegenheit über die sportliche Führung hinwegsetzt.
Jonas Adjetey verlässt den FC Basel per sofort. Nach insgesamt 73 Pflichtspiele wagt der 22-Jährige den Sprung in die deutsche Bundesliga und schliesst sich dem VfL Wolfsburg an. Und das, obwohl sich die sportliche Leitung eigentlich gegen den Transfer ausspricht.
Präsident David Degen erklärt in einer Medienmitteilung: «Es ist uns wichtig zu betonen, dass dieser Transfer für einmal ein Entscheid des Verwaltungsrats war – die sportliche Leitung hat sich aus nachvollziehbaren Gründen dagegen ausgesprochen. Nachdem sich die Ereignisse am Montag unerwartet überschlagen hatten, haben wir als VR entschieden, dass wir das finale Angebot des VfL Wolfsburg schlicht nicht ausschlagen können.»
Adjetey-Ersatz und ein Stürmer gesucht
Grund dafür sei das Ziel, den FCB «wirtschaftlich nachhaltig und unabhängig» aufzustellen. Noch sei man auf diesem Weg auf Transfereinnahmen angewiesen. «Hinzu kommt, dass ich mich ein Stück weit für Jonas verantwortlich fühle, weil ich ihn damals aus Ghana direkt zum FCB holte. Dieser Transfer kann für seine persönliche Zukunft in vielerlei Hinsicht wegweisend sein.» Adjetey stiess im Sommer 2022 vom ghanaischen Klub FC Berekum Chelsea zum FCB.
Der Verwaltungsrat unterstreicht zudem, dass man sich des eingegangenen Risikos durch die kurzfristige Kaderveränderung bewusst sei. Bereits am Mittwoch steht mit dem Cup-Viertelfinal in St. Gallen das nächste wegweisende Spiel bevor. «Das ist nicht ideal. Wir sind aber überzeugt davon, dass unser Kader stark genug ist, um diese Situation im nationalen Wettbewerb zu meistern», wird Degen zitiert. Dennoch werde man sich ab sofort intensiv nach einem Ersatz bemühen – genau wie um einen Neuzugang im Sturm.
Dem neuen Trainer Stephan Lichtsteiner und Sportchef Daniel Stucki spricht Degen das volle Vertrauen aus. «Klar ist auch, dass Daniel Stucki sowie Stephan LIchtsteiner und sein Trainerteam – völlig unabhängig von den Resultaten in der aktuell schwierigen Situation – unsere volle Rückendeckung haben», so Degen, der unterstreicht: «Wir wollen gemeinsam etwas aufbauen und planen in dieser Konstellation entsprechend langfristig.»