2003 wechselt Heisssporn Carlos Varela (48) vom FC Basel zum FC Aarau. Dort erteilt ihm der ein Jahr jüngere Gerardo Seoane eine wichtige Lektion. Im Heimspiel blicken die beiden auf jene Zeit zurück.
Im Fussball-Talk Heimspiel erinnert sich Varela an eine Episode aus seiner Karriere, die einen bleibenden Eindruck bei ihm hinterlassen hat. «Ich kam vom FC Basel zu Aarau und wollte vom ersten Training an zeigen, dass ich jedes Spiel gewinnen will.» So trat er auch auf, was bald einmal zu gewissen Reibereien führte, auch mit dem Trainer. Und so nimmt ihn Mitspieler Gerardo Seoane eines Tages beiseite und schlägt ein gemeinsames Mittagessen vor.
Dort habe ihm Seoane dann gesagt: «Carlos, ich muss dich bremsen. Du musst hier lernen, zu verlieren.» Der heutige YB-Trainer versuchte seinem Teamkollegen zu erklären, dass er nicht erwarten könne, dass bei Aarau alles so sei wie beim FC Basel. Er müsse schauen, welche Qualitäten jeder Spieler habe und mithelfen, dass alle ihre beste Leistung zeigen können. Und vor allem, dass er selbst das Maximum aus sich herausholt.
Varela geht Jahre später ein Lichtlein auf
Für ihn sei das damals «ein komplizierter Satz» gewesen, sagt Varela grinsend. Jahre später habe er realisiert, dass Seoane wohl «schon mit 24 Jahren Trainer gewesen ist», sagt der 48-Jährige nicht ohne eine gewisse Bewunderung für seinen Kumpel. Varela hatte danach übrigens eine fantastische Saison gespielt und in 28 Spielen 6 Tore erzielt und 13 weitere vorbereitet.
Auch Seoane erinnert sich an jene Episode. Was er dazu sagt und wieso sich die beiden später auch mal auf dem Platz an den Kragen gingen, erfährst du im Video oben.