FCB-Profi über Brandauswirkungen Dominik Schmid: «Die Kabine ist ein zweites Zuhause mit hohem emotionalem Wert»

Syl Battistuzzi

13.4.2026

Dominik Schmid spricht über die Folgen nach dem Brand im Kabinentrakt des FCB. 
Dominik Schmid spricht über die Folgen nach dem Brand im Kabinentrakt des FCB. 
IMAGO/STEINSIEK.CH

Nach dem Brand im Kabinentrakt des FC Basel schildert Vize-Captain Dominik Schmid im Interview mit der «Basler Zeitung» die Auswirkungen auf die Mannschaft und ihn selbst.

Syl Battistuzzi

Die FCB-Spieler erfuhren über den Teamchat vom Vorfall und der kurzfristigen Spielabsage. Für Schmid ist die Kabine weit mehr als nur ein funktionaler Ort: «Das ist ein zweites Zuhause mit hohem emotionalem Wert», hält er fest. Entsprechend gross sei der Schock über den Verlust, erläutert Schmid im Gespräch mit der «Basler Zeitung» (zahlungspflichtig).

Neben der zerstörten Infrastruktur sind auch zahlreiche persönliche Gegenstände verbrannt. Schmid verlor alleine 25 Paar Schuhe sowie individuell angefertigte Schienbeinschoner: «Sie wurden massgefertigt und sind mit Fotos meiner Familie versehen. Sie habe ich immer dabei gehabt.» Der Verlust sei emotional belastend, so der Linksverteidiger.

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Dominik Schmid: «Ich hatte in der Kabine etwa 20 Paar Fussball- und fünf Paar Laufschuhe»
KEYSTONE

«Eine Ausnahmesituation»

Zudem stellte der Vorfall die Spieler vor praktische Probleme: Ohne eingelaufene Fussballschuhe sei ein Spiel kurzfristig nicht möglich gewesen. Neue Schuhe müssten erst angepasst werden, was Zeit braucht – besonders bei individuellen Bedürfnissen oder Verletzungen, wie Schmids gebrochenem Zeh.

Auch spezielle Einlagen seien nicht im normalen Handel erhältlich. Die Idee, einfach neue Schuhe zu kaufen und darin zu spielen, sei aus sportlicher und professioneller Sicht unrealistisch. «Diese Schuhe werden teils seit Monaten getragen, einige haben Modelle, die gar nicht auf dem offiziellen Markt erwerbbar sind», führt der 28-Jährige aus. 

Insgesamt handle es sich um «eine Ausnahmesituation», die Flexibilität erfordere. Der Verein bemühe sich aber vorbildlich, den Trainingsbetrieb aufrechtzuerhalten, meint Schmid.

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