Ski-Legende Bernhard Russi verrät in der 250. Jubiläumsfolge vom Fussball-Talk Heimspiel, dass er seinen Kumpel Matthias Hüppi davon abriet, das Präsidenten-Amt in St.Gallen anzunehmen.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- In der 250. Sendung vom Fussball-Talk Heimspiel sind St. Gallen- Präsident Matthias Hüppi und Ski-Legende Bernhard Russi zu Gast.
- Die beiden Freunde kommentierten über viele Jahre zusammen bei SRF unzählige Ski-Rennen. Im Studio bei blue Sport geben die beiden ein Mini-TV-Comeback.
- Dort verrät Russi unter anderem, dass er seinen Weggefährten vom Job als FCSG-Boss abgeraten hat.
Matthias Hüppi startete 1981 seine Karriere als Moderator beim Schweizer Fernsehen. Bald darauf kommentierte der aufgestellte Ostschweizer zusammen mit Olympiasieger Bernhard Russi Ski-Rennen. Rund dreissig Jahre (1985-2017) begeisterte das Duo mit Fachwissen und Eloquenz die TV-Zuschauer.
Zwischen den beiden Männern passte es einfach, was selbst über die Bildschirme wahrnehmbar war. Für die 250. Sendung vom Fussball-Talk Heimspiel beehrten Hüppi und Russi die Jubiläumsfolge.
Die Chemie der beiden ist auch im Gespräch mit Moderator Stefan Eggli und blue Sport Chefredaktor Andy Böni spürbar. Doch als das Thema FC St.Gallen aufkommt, wird es plötzlich emotional. Russi erzählt, wie ihn Hüppi darüber informierte, beim FCSG als Präsident einsteigen zu können.
«Das Umgekehrte ist passiert»
«Es war zwei, drei Tage – oder eine Woche später, als du mir das gesagt hast. Dann habe ich gesagt – das geht nicht. Du kannst nicht in das Haifischbecken, du passt dort nicht rein. Du wirst untergehen», mahnte Russi.
Doch Hüppi hörte nicht auf seinen Kumpel und wagte nach gut 35 Jahren bei SRF ein neues Abenteuer. Mitte Januar 2018 wird er vollamtlicher Präsident in St.Gallen. Bis jetzt ein Erfolgskapitel: Der inzwischen 66-Jährige geniesst sowohl intern als auch bei den Fans mit seinen Macherqualitäten hohes Ansehen.
Russi ist froh, sich geirrt zu haben. «Wie wir alle wissen, ist dann das Umgekehrte passiert. Er fühlt sich absolut wohl», resümiert der Urner. Er macht Hüppi – «ich habe ihn genug zusammengeschissen während diesen 30, 31 Jahren» – auch ein grosses Kompliment zu seiner mutigen Entscheidung.
«Was Matthias hier gemacht hat, ist sicher fantastisch für die Region, aber auch sehr gut für den Schweizer Fussball», betont Russi, der mittlerweile selbst Aktionär bei den Espen ist, und ergänzt: «Auch, weil so ein Denken und so ein Benehmen reinkommt.»