Nach der Entlassung von Dennis Hediger stellt sich der FC Zürich neu auf. blue Sport Experte Rolf Fringer zeigt sich dabei überrascht, dass ausgerechnet GC-Legende Marcel Koller im Sommer beim Stadtklub das Ruder übernimmt.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- blue Sport Experte Rolf Fringer zeigt sich von der Entlassung Dennis Hedigers nicht überrascht.
- Fringer glaubt, dass die FCZ-Führung weiche Knie bekommen habe, da der Abstand zum Stadtrivalen GC nur noch sieben Punkte beträgt.
- Marcel Koller hält er für einen fähigen Trainer, der im richtigen Umfeld durchaus für Erfolg sorgen kann.
Am Dienstag verschickt der FC Zürich eine Medienmitteilung und verkündet darin, dass man die Zusammenarbeit mit Cheftrainer Dennis Hediger per sofort beendet. Die Entlassung sieht blue Sport Experte Rolf Fringer nicht als Überraschung an. «Der FCZ kann ja auch rechnen, mit nur noch sieben Punkten Abstand auf GC haben sie jetzt vielleicht einfach weiche Knie bekommen», glaubt Fringer, der 2012 selbst für 19 Spiele als FCZ-Trainer amtete.
Was die Nachfolge von Hediger betrifft, war für Fringer dann schon eher überraschend: «Es erstaunt schon, dass GC-Bueb Koller beim FCZ landet», sagt der 69-Jährige zur Verpflichtung der Grasshoppers-Legende ab kommenden Sommer. Koller absolvierte seine gesamte Spielerkarriere von 1978 bis 1997 bei GC und führte den Rekordmeister 2003 als Trainer zum bisher letzten Schweizer Meistertitel.
Fringer hat keine Zweifel an den Qualitäten von Koller
Doch Fringer hält Koller für einen sehr fähigen Trainer, der bewiesen hat, dass er überall Erfolg haben und «das Optimum herausholen kann». Erfolg sei schlussendlich auch die ausschlaggebende Währung im Sport. Zudem wüssten «die jungen Südkurven-Fans gar nicht, wer Marcel Koller überhaupt ist, und man kann schwer gegen jemanden sein, wenn man ihn überhaupt nicht kennt», meint Fringer.
Das Umfeld für Koller sei durch viele alte Bekannte beim FCZ – wie unter anderem sein langjähriger Co-Trainer Carlos Bernegger – ein Vertrautes. Deshalb hält Fringer die Verpflichtung des erfahrenen Coaches für eine gute Lösung: «Er kann jetzt mit dem FCZ nochmals einen spannenden Klub trainieren.»