FCB-Präsident David Degen stellt im Interview mit blue Sport klar, dass man voll und ganz hinter Stephan Lichtsteiner stehe. Man gehe «auf jeden Fall» mit ihm als Trainer in die neue Saison.
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- Der Start von Stephan Lichtsteiner als FCB-Trainer war ernüchternd.
- FCB-Boss David Degen stellt aber im Interview mit blue Sport klar, dass man voll und ganz hinter Lichtsteiner stehe und «auf jeden Fall» mit ihm in die neue Saison starte.
- Das Ziel für die laufende Saison ist klar: Mindestens Platz 3 soll es am Ende sein.
Die Bilanz von Stephan Lichtsteiner als FCB-Trainer fällt äusserst mager aus: Von den ersten elf Spielen unter seiner Führung hat Basel sechs Spiele verloren, einmal Remis gespielt und nur 4 gewonnen. Immerhin bestätigt der letztjährige Double-Gewinner am Sonntag gegen Servette seine Aufwärtstendenz mit dem dritten Sieg im vierten Spiel.
Gestartet ist Lichtsteiner aber mit drei folgenschweren Niederlagen: Erst gabs die 0:1-Heimniederlage gegen Viktoria Pilsen, die das Aus in der Conference League besiegelte, dann folgte die 1:2-Heimpleite gegen Leader Thun, mit der die Meisterträume beerdigt wurden, und dann unterlag Basel im Cup-Viertelfinal auch noch dem St.Gallen. Innert weniger Tage waren alle Saisonziele futsch.
Dass es einen Wechsel auf der Trainerposition gebraucht habe, davon ist FCB-Boss Degen noch immer überzeugt. Über den Zeitpunkt könne man diskutieren, wobei er sich an diesen Diskussionen nicht beteiligen will. «Alle Experten wissen es sowieso immer besser, aber sie analysieren immer im Nachhinein. Er sehe es «ultrapositiv», dass Lichtsteiner bereit gewesen sei, die Mannschaft vor drei so wichtigen Spielen zu übernehmen. «Über 90 Prozent der Trainer, die infrage gekommen wären, hätten gesagt: Ich werde Cheftrainer nach diesen drei Spielen und nicht vor diesen drei Spielen.»
«Wir stehen Vollgas hinter ihm, zu 100 Prozent!»
Dass sich Lichtsteiner als junger Trainer bei seiner ersten Profistation diese Aufgabe zugetraut habe, davor ziehe er den Hut, meint Degen, denn das zeuge von Charakter. «Sicher macht er den einen oder anderen Fehler, aber jeder Mensch macht Fehler. Wir stehen Vollgas hinter ihm, zu 100 Prozent! Wir glauben an seine Qualitäten. Ich weiss, dass er genau das mitbringt, was ich von einem Trainer des FC Basel erwarte.»
Dazu gehört auch die Qualität, mit Druck umgehen zu können, denn der sei in Basel «enorm». Und auch wenn es sowas wie eine Jobgarantie im modernen Fussball ja eigentlich gar nicht gibt, so spricht Degen trotzdem genau eine solche aus. Auf die Frage, ob man sicher mit Lichtsteiner in die neue Saison gehe, sagt Degen: «Das ist auf jeden Fall klar. Wir haben mit ihm einen langfristigen Plan.»
«Basel muss eigentlich jedes Jahr europäisch dabei sein»
Im Interview mit blue Sport spricht Degen auch über die Bedeutung des europäischen Geschäfts für den FC Basel. Er lässt durchblicken, dass man finanziell nicht darauf angewiesen sei, international vertreten zu sein. Aber: «Der FC Basel muss eigentlich jedes Jahr europäisch dabei sein. Ich habe immer gesagt, eine Gruppenphase der Conference League müsste jedes Jahr möglich sein. […] Wir müssen schauen, dass wir den dritten Platz erreichen.»