Fan-Ärger wegen Trainer Koller FCZ-Boss Canepa wehrt sich gegen Kritik: «Diese Reaktionen nerven mich»

Jan Arnet

21.4.2026

Marcel Koller bei seiner Vertragsunterschrift mit dem FCZ-Präsidentenpaar Canepa.
Marcel Koller bei seiner Vertragsunterschrift mit dem FCZ-Präsidentenpaar Canepa.
fcz.ch

Die Verpflichtung von GC-Legende Marcel Koller kam nicht bei allen FCZ-Fans gut an. Nun wehrt sich Klubpräsident Ancillo Canepa gegen kritische Kommentare der Anhänger.

Jan Arnet

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Beim FC Zürich kam es vergangene Woche zum Trainerwechsel. Dennis Hediger ist weg, interimistisch übernimmt Carlos Bernegger bis zum Saisonende die 1. Mannschaft – dann folgt Marcel Koller.
  • Dass sich mit Koller ein Mann mit grosser GC-Vergangenheit dem FCZ anschliesst, sorgt für kritische Reaktionen beim Zürcher Fanlager. Klubpräsident Ancillo Canepa wehrt sich gegen die Kritik.
  • «Marcel Koller seine Vergangenheit bei GC vorzuhalten – als Spieler vor rund 30 Jahren und als Trainer vor über 20 Jahren – ist schlicht absurd», meint Canepa.

Letzten Dienstag lässt der FC Zürich eine Bombe platzen. Trainer Dennis Hediger muss per sofort gehen, bis Ende Saison leitet Carlos Bernegger die Mannschaft – und ab Sommer übernimmt Marcel Koller, der seine grössten Erfolge als Spieler bei Stadtrivale GC feierte und mit den Hoppers auch als Trainer Meister wurde.

Die Reaktion der FCZ-Fans: Am Mittwochmorgen hängt auf dem Trainingsgelände ein Banner mit einer klaren Botschaft ans Präsidentenpaar Heliane und Ancillo Canepa. «Canepas: Ein weiterer Entscheid in Richtung Identitätsverlust.»

Die GC-Vergangenheit des 65-jährigen Trainers ist für einige Anhänger unvereinbar mit der Identität des FC Zürich. Schon die Verpflichtung von Ex-Hopper Steven Zuber sorgte vor nicht allzu langer Zeit für Unmut in der Fanszene des FC Zürich.

«Das ist schlicht absurd»

Ancillo Canepa kann den Fan-Ärger nicht nachvollziehen. In einem Editorial auf der Vereinswebsite wehrt sich der FCZ-Boss gegen die «kritischen Kommentare in Bezug auf die frühere Tätigkeit einer Neuverpflichtung». Er respektiere die Meinungsfreiheit, «dennoch nerven mich die ständig negativen Reaktionen, wenn jemand allein aufgrund seiner vergangenen Klub-Zugehörigkeit beim FCZ nicht willkommen sein soll», so Canepa.

Und weiter: «Bei der Auswahl von Trainern und Spielern stehen für uns zwei Kriterien im Vordergrund: Fachliche Kompetenz und persönliche Integrität. Marcel Koller erfüllt diese zwei wichtigsten Anforderungen in hohem Masse. Ihm seine Vergangenheit bei GC vorzuhalten – als Spieler vor rund 30 Jahren und als Trainer vor über 20 Jahren – ist schlicht absurd.»

Er stehe nach wie vor voll hinter dem Entscheid, die GC-Legende an Bord geholt zu haben. «Wir alle sollten stolz darauf sein, dass sich eine Persönlichkeit wie Marcel Koller entschieden hat, den FC Zürich in seiner künftigen Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen.»

Im Zentrum würde der FC Zürich stehen und nicht individuelle Empfindlichkeiten, macht Canepa klar. «Nüd für unguet, aber das musste ich mir einmal von der Seele schreiben.»

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