Zubi kontert Luzern-Trainer Frick: «Der Schiedsrichter wartet richtig darauf, dass er einen Penalty pfeifen kann»

Syl Battistuzzi

12.4.2026

Zubi und Mehmedi diskutieren über St. Gallen-Penalty

Zubi und Mehmedi diskutieren über St. Gallen-Penalty

12.04.2026

Ein umstrittener Penaltypfiff sorgt beim 2:2 zwischen Luzern und St. Gallen für hitzige Diskussionen. FCL-Trainer Mario Frick kritisiert den Schiedsrichter scharf – die blue Sport Experten Pascal Zuberbühler und Admir Mehmedi sehen die Szene anders.

Syl Battistuzzi

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Ein umstrittener Penalty für St. Gallen sorgt beim 2:2 gegen Luzern für Diskussionen, wobei FCL-Trainer Mario Frick den Entscheid scharf kritisiert.
  • Experte Pascal Zuberbühler verteidigt den Schiedsrichter hingegen und wertet die Szene als klaren Elfmeter.
  • St. Gallen bleibt zwar in Luzern sieglos, baut aber mit dem Remis seine Serie auf 13 ungeschlagene Spiele in der Super League aus.

Lange hat Luzern gegen St. Gallen alles im Griff. Kein Wunder, die Ostschweizer sind so etwas wie der Lieblingsgegner des FCL. Zuletzt blieben die Innerschweizer gegen den FSCG sieben Duelle ungeschlagen, zuhause gar elf Partien.

1:0 heisst es auch nach 70 Minuten in der Swissporarena – Andrej Vasovic hat das Heimteam mit seinem vierten Saisontreffer früh in Führung gebracht –, als die Gäste einen Eckball treten können. Chima Okoroji bringt den Ball zur Mitte, dort kommt es zum Zweikampf zwischen Jozo Stanic und Oscar Kabwit – der St.Galler geht zu Boden und Schiedsrichter Luca Piccolo zeigt nach kurzem Zögern auf den Punkt. Ob es wirklich einen Kontakt gab, ist nicht klar zu erkennen – auf alle Fälle eine harte Entscheidung, doch auch der VAR meldet sich nicht. 

«Für mich absolut kein Penalty», ärgert sich FCL-Trainer Mario Frick im Interview mit blue Sport und führt aus: «Ich habe auch die Zeitlupe gesehen. Er sucht es richtig. Und der Schiedsrichter leider auch. Er wartet richtig darauf, dass er einen Penalty pfeifen kann.»

Frick: «Kann schlecht mit dem Punkt leben»

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12.04.2026

FCSG-Stürmer Aliou Baldé ist es egal und versenkt den Elfer lässig zum 1:1-Ausgleich. Luzern hingegen verschuldete in dieser Saison 11 Elfmeter – so viele wie kein anderes Team. Zwar kann Lars Villiger die Leuchtenstädter kurz darauf nochmals in Front bringen, doch der Ghanaer markiert kurz vor Schluss den 2:2-Endstand. Luzern gab damit in der laufenden Spielzeit nach Führung 24 Punkte ab – so viele wie kein anderes Team.

Zubi und Mehmedi widersprechen Frick

Die Szene des Spiels ist klar: «Der Penalty hat St. Gallen zurück ins Spiel gebracht», hält auch Villiger fest. Im Studio bei blue Sport nimmt Experte Pascal ‹Zubi› Zuberbühler den Unparteiischen in Schutz. Für mich ein klarer Elfer», hält er fest. Dass es keine grossen Reklamationen seitens Luzerner Spieler gegeben habe, sei ebenfalls ein Indiz. Die Aktion von Kabwit sei «unglücklich». «Er ist ein Offensivspieler – im Sechzehner verteidigen ist nicht seine Stärke, da hätte er einfach ganz normal stehen bleiben können», resümiert der frühere Nati-Goalie. 

Expertenkollege Admir Mehmedi verrät: «In meiner Jugend hatte ich schon Trainer, die teilweise ein paar Stürmern, die etwas ungestüm im Handeln waren, mit Strafraumverbot belegt haben», betont er und ergänzt: «Da stellt sich Kabwit natürlich nicht gut an.»

Zwar reichte es St. Gallen mit dem 2:2 nicht zum ersten Sieg in Luzern seit mehr als sechs Jahren, aber das Team von Enrico Maassen verlor keine der vergangenen 13 Partien in der Super League – Vereinsrekord.

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