Die Grasshoppers müssen wegen der unrühmlichen Vorkommnisse beim Meisterschaftsspiel am 21. Februar gegen den FC Zürich eine Busse von 52'300 Franken bezahlen. GC gibt aber auch sonst kein gutes Bild ab.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- GC wird von der Disziplinarkommission der Swiss Football League (SFL) wegen des Wurfs einer Knallpetarde in Richtung Spielfeld sowie des Abfackelns von Pyros mit über 50'000 Franken gebüsst.
- Das Ganze ereignete sich bereits im Februar. Aber am Samstag hält GC die Liga schon wieder auf Trab. Die U21 tritt nicht zu einem Meisterschaftsspiel an, weil viele der Nachwuchsspieler in der 1. Mannschaft auflaufen.
- Künftig soll sich so etwas nicht wiederholen. «Für ihre eigenen Wettbewerbe wird die SFL anlässlich der ausserordentlichen Generalversammlung vom Montag, 18. Mai 2026, eine Reglementsanpassung vorschlagen», heisst es in einer Mitteilung.
- Am Montag hat GC die Chance, mal wieder für positive Schlagzeilen zu sorgen. Dafür müsste man das Barrage-Hinspiel gegen Aarau (20.15 Uhr live auf blue Sport) gewinnen.
Besonders ins Gewicht fällt der Wurf einer Knallpetarde in Richtung Spielfeld, wie die Disziplinarkommission der Swiss Football League (SFL) per Communiqué mitteilte.
Auch die Tatsache, dass im Stadion Letzigrund diverse pyrotechnische Gegenstände aus dem GC-Fansektor abgebrannt wurde, flossen ins Urteil ein. GC wurde die Auflage erteilt, diesen Beschluss öffentlich bekannt zu geben. Insbesondere sollen die Fanclubs über die Konsequenzen eines solchen Verhaltens informiert werden.
Die Grasshopper Fussball AG weist in der Medienmitteilung der SFL darauf hin, dass sie die Aufklärung der Vorfälle unterstützt und das vorhandene Videomaterial zur Identifikation der handelnden Personen sichtet, um Massnahmen wie Stadionverbote durchzusetzen. Dabei kooperiert der Klub mit den zuständigen Sicherheitsbehörden auch in allfälligen strafrechtlichen Verfahren.
GC gibt kein gutes Bild ab
Das Busse folgt nur einen Tag, nachdem die Hoppers für weitere negative Schlagzeilen gesorgt haben. Weil die Zürcher bereits am Montag das Barrage-Hinspiel gegen Aarau bestreiten muss, Metallica sei Dank, sind sie am Samstag mit einer B-Elf angetreten. Diese macht allerdings einen tollen Job und feiert auswärts gegen Lausanne einen 3:1-Sieg.
Das Problem dabei: Weil GC seine Nachwuchsspieler mitnimmt, tritt der Zürcher Klub mit seinem U21-Team in der Meisterschaft der 1. Liga Classic nicht zum Spiel gegen den FC Courtételle an. Die Partie wurde mit einer 0:3-Forfaitniederlage gegen GC gewertet. Und dieses Spiel könnte das Rennen um den Aufstieg verfälschen.
Die SFL schreibt in einer Mitteilung: «Die Swiss Football League kritisiert das Vorgehen des Grasshopper Club Zürich in aller Deutlichkeit. Dass das U21-Team des Klubs nicht zu einem Meisterschaftsspiel der 1. Liga Classic antritt, weil zahlreiche Nachwuchsspieler im Meisterschaftsspiel der Brack Super League gegen den FC Lausanne-Sport eingesetzt werden, ist aus Sicht der SFL mit dem Fairplay-Gedanken und der Verantwortung eines professionellen Klubs schlecht vereinbar.»
Besonders problematisch sei es, wenn das Nichtantreten Auswirkungen auf sportliche Entscheidungen einer Meisterschaft haben könne. In Zukunft soll sich sowas nicht wiederholen. «Für ihre eigenen Wettbewerbe wird die SFL anlässlich der ausserordentlichen Generalversammlung vom Montag, 18. Mai 2026, eine Reglementsanpassung vorschlagen. Diese soll die Klubs verpflichten, in jedem Meisterschaftsspiel eine Mannschaft einzusetzen, die der sportlichen Leistungsfähigkeit des Klubs entspricht. Der absichtliche Einsatz eines offensichtlich massiv geschwächten Teams soll künftig unabhängig von der Motivation des Klubs disziplinarisch sanktioniert werden können», schreibt die SFL.
In der kommenden Woche möchte GC dann endlich mal wieder für positive Schlagzeilen sorgen. Und zwar mit einem erfolgreichen Abschneiden in der Barrage gegen Aarau. blue Sport überträgt die Spiele live.
Mo 18.05. 20:00 - 22:30 ∙ blue Sport Live ∙ FC Aarau - Grasshopper Club Zürich
Event ist beendet