Horror-Debüt für Neuzugang Görtler ärgert sich über Verinac-Rot: «Das bricht uns das Genick»

Syl Battistuzzi

1.2.2026

St.Gallens Verinac fliegt vom Platz

St.Gallens Verinac fliegt vom Platz

01.02.2026

70 Minuten lang dominiert St.Gallen in Luzern, führt 2:0 – dann kippt die Partie. Debütant Antonio Verinac sieht nach drei Minuten die Rote Karte. Captain Lukas Görtler kritisiert den Neuzugang und meint im Interview mit blue Sport, die Szene habe dem Team «das Genick gebrochen».

Syl Battistuzzi

In der 71. Minute nimmt St.Gallen-Trainer Enrico Maassen einen Doppelwechsel vor und wechselt sein Stürmerduo aus: Für Aliou Balde kommt Diego Besio. Und Doppeltoschütze Alessandro Vogt, der drei Minuten zuvor sein Team in Luzern mit 2:0 in Führung brachte, darf ebenfalls Feierabend machen. 

Für den 20-Jährigen kommt Antonio Verinac. Der deutsch-kroatische Doppelbürger wurde erst unter der Woche vom Regionalligisten VfB Lübeck verpflichtet. Bei den Ostschweizern erhielt der 21-jährige Angreifer einen bis 2030 datierten Vertrag. Super League statt die vierthöchste Liga Deutschlands.

Sein Debüt in der Schweiz dauert gerademal drei Minuten. Nach einem Ellenbogenschlag gegen einen FCL-Spieler zeigt ihm Schiedsrichter Fedayi San nach VAR-Intervention die Rote Karte. Verinac ist der erste FCSG-Spieler, dem das im ersten Super-League-Spiel passiert.

Görtler: «Tick zu viel Motivation»

Das Heimteam schöpft in nummerischer Überzahl sofort Hoffnung. Und Luzern gelingt mit zwei späten Toren (86. und 95.) noch der Ausgleich. Der verpasste Sieg ist für Lukas Görtler «extrem ärgerlich». «Wir spielen 70 Minuten ein richtig, richtig gutes Spiel. Erste Halbzeit souverän, sehr kompakt. Ich habe das Gefühl, jeder ist ein bisschen besser als sein Gegenspieler im Eins-gegen-Eins», so der FCSG-Captain.

Görtler weiter: «Und dann, ja ... Ich mag gerne Spieler, die motiviert sind, die kommen, die aggressiv sind, die alles reinwerfen wollen. Heute war es wahrscheinlich ein Tick zu viel Motivation. Da muss er daraus lernen. Das macht er sicher, aber das bricht uns heute natürlich ein bisschen das Genick», betont der Routinier.

Görtler: «Die Rote Karte bricht uns das Genick»

Görtler: «Die Rote Karte bricht uns das Genick»

01.02.2026

Luzern – St.Gallen 2:2

Luzern – St.Gallen 2:2

Super League | 22. Runde | Saison 25/26

01.02.2026