«Meditation» nach schlechtem Spiel Görtler: «Habe um 3 Uhr nachts mit der Kreissäge am Camper herumgebastelt»
FCSG-Captain Lukas Görtler erzählt im Fussball-Talk «Heimspiel», wie er nach Niederlagen nachts am Camper bastelte, warum ihn das erdete – und weshalb er sich selbst als ganz normalen Typen sieht.
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- FCSG-Captain Lukas Görtler verrät im Fussball-Talk «Heimspiel», dass er trotz viel Leidenschaft für seinen Beruf auch andere Dinge mache.
- Der Deutsche findet den Ausgleich in Natur – und im Handwerk. So hat er auch schon tief in der Nacht seinen Camper umgebaut. Die Aktion nach einem schlechten Spiel nennt er scherzhaft seine persönliche «Meditation».
Seit 2019 ist Lukas Görtler in St. Gallen. Mit seiner aufopfernden Spielweise und seinen Leader-Qualitäten auf und neben dem Feld hat sich der Deutsche rasch zum Publikumsliebling gemausert. «Ich bin maximal leidenschaftlicher Fussballer und ich sehe es als Privileg, Profi zu sein», meint er im Fussball-Talk «Heimspiel». Er glaubt aber nicht, dass er ein viel unglücklicheres Leben hätte, wenn er nicht Profi-Fussballer wäre.
So verbringt der 31-Jährige etwa gerne Zeit in der Natur. «Solche Dinge geben mir Energie», betont der FCSG-Captain. Wenn seine Leistungen auf dem Fussballplatz nachlassen sollten, dann könne es sicher Stimmen geben, dass er in seiner Freizeit zu viele andere Sachen mache. «Davon werde ich mich aber nicht beirren lassen, weil das mache ich schon meine ganze Karriere – das gibt mir mehr Energie, als dass es mir Energie nimmt», hält Görtler fest.
Er sei nicht der Fussballer, der zum Training geht und dann zuhause die PlayStation anstelle, macht er klar. «Ich will irgendwas machen, ich will irgendwas vom Leben haben, ich will raus in die Natur», sagt Görtler. Seit November ist Görtler stolzer Papa. Mit dem Baby erlebe er «eine ganz besondere Zeit», meint er und ergänzt: «Ich bin einfach ein normaler Typ.»
Definitiv nicht ganz normal – zumindest für einen Fussballer – ist ein anderes Hobby vom gebürtigen Bamberger, der einst auch in der zweiten Mannschaft von Bayern München spielte. So hat er einen Camper umgebaut. «Das war einfach eine Schnapsidee», gibt Görtler zu.
Nach einem verlorenen Heimspiel – und einem schlechten Spiel von ihm selbst – habe er gewusst, er werde die ganze Nacht wieder nicht schlafen können. «Dann war ich irgendwie um drei Uhr in der Tiefgarage mit der Kreissäge und habe gedacht, wenn mich jetzt einer sieht, denkt er, der ist nicht ganz sauber», scherzt Görtler.
Aber das habe ihm den nötigen Ausgleich gegeben. «Dann war ich halt nicht im Bett und habe mir die ganze Zeit gedacht: ‹Ach, was hast du denn heute für ein schlechtes Spiel gemacht›, sondern ich habe mich halt abgelenkt. Andere meditieren – das war halt meine Meditation.»