Im Fussball-Talk Heimspiel bei blue Sport verrät Mario Frick erstmals, dass er in jungen Jahren süchtig nach Sportwetten und verschuldet war. Nun berichtet der 51-Jährige von zahlreichen positiven Rückmeldungen.
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- Am Donnerstag verrät Luzern-Trainer Mario Frick, dass er in jungen Jahren süchtig nach Sportwetten und verschuldet war.
- Vor der Partie gegen den FCZ berichtet der 51-Jährige von zahlreichen «positiven» Rückmeldungen auf seine ehrlichen Äusserungen.
- Frick betont, dass er mit seinen Worten anderen Leuten helfen und bei sich selbst Wunden schliessen wollte.
- Fussball-Experte Rolf Fringer lobt im Studio bei blue Sport die offene Art Fricks und nennt ihn ein «Vorbild für junge Menschen».
Im Fussball-Talk Heimspiel bei blue Sport erklärt Mario Frick am Donnerstag, wie es zu seinem Wechsel von Basel zu Zürich im Sommer 1999 kam und verrät, was der Grund für den damals überraschenden Transfer war.
«Ich habe bisher nie öffentlich darüber geredet, aber vielleicht hilft es ja auch jemandem, wenn ich es tue. Zu der Zeit war ich komplett abhängig von Sportwetten und habe so viele Schulden gemacht als junger Familienvater, dass ich einen Ausweg gesucht habe», sagt Frick. «Das Angebot des FC Zürich hat mir die Möglichkeit gegeben, aus dem Strudel rauszukommen und neu anzufangen. Und darum habe ich das gemacht.»
Vor der 2:3-Niederlage gegen den FC Zürich am Samstag spricht Frick wiederum mit blue Sport und bestätigt, dass er nach seinem Geständnis «sehr viel positives Feedback» erhalten habe (siehe Video oben). Darum sei es ihm aber nicht gegangen, betont Frick. «Ich wollte anderen Leuten helfen und vielleicht auch die Wunden bei mir schliessen. Erklären, warum es damals zu diesem Wechsel kam, den niemand verstand. Mir war wichtig, das einmal klarzustellen.»
Im Studio bei blue Sport freut sich Fussball-Experte Rolf Fringer über die offene und «grundehrliche» Art des 51-Jährigen. «Es ist schön, wenn man Fehler zugeben kann, die man in der Jugend gemacht hat. Man hat nicht immer nur Hochs. Man hat auch Phasen im Leben, wo es nicht so läuft», lobt Fringer – und weiter: «Wenn Alphatiere wie er Schwächen zeigen, dann macht das die Leute nur sympathischer. Damit ist er ist ein super Vorbild für andere und für junge Menschen.»