Basel kehrt nach vier sieglosen Liga-Spielen in Folge auf die Erfolgsspur zurück und schlägt Winterthur dank eines Last-Minute-Treffers 2:1. Ludovic Magnin ist sichtlich erleichtert. Doch wer schiesst den nächsten Penalty?
«Es war sicher nicht das Spiel, das wir uns gewünscht haben. Aber auf der Schützenwiese musst du fighten, das haben die Jungs gemacht. Der Sieg in der 93. Minute wird uns brutalen Schwung geben», sagt Ludovic Magnin nach dem 2:1-Erfolg in Winterthur im Interview bei blue Sport.
Als der FCB-Coach gefragt wird, was ihm durch den Kopf ging, als Keigo Tsunemoto die Basler in der Nachspielzeit erlöste, muss er schmunzeln. «Sie wollen nicht wissen, was in meinem Kopf vorgegangen ist, als wir zum dritten Mal in Folge einen Penalty verschossen haben. Aber das ist Fussball – Emotionen ohne Ende.»
Mit Penaltys haben es die Basler aktuell wahrlich nicht gut: Nachdem Xherdan Shaqiri in dieser Saison schon drei verschossen hatte, übernahm Philip Otele die Ausführung, aber auch er scheiterte an Penalty-Killer Stefanos Kapino.
Shaqiri bleibt erster Penaltyschütze
Warum hat Shaqiri nicht geschossen? «Das müssen Sie ihn fragen. Grundsätzlich sollte der Gefoulte nicht selbst schiessen. Shaqiri war die 1 auf der Liste, Traoré die 2. Den habe ich kurz vor dem Penalty ausgewechselt und dachte: Das kann doch nicht wahr sein», so Magnin.
Am Ende ist der FCB-Trainer einfach nur froh, dass sich Oteles Fehlschuss nicht rächt. «Wir sind ins Risiko gegangen und konnten das Glück endlich einmal erzwingen. Diese Grinta hat mir in den letzten Wochen etwas gefehlt. Es war kein schönes Spiel, aber heute zählt nur der Sieg und deshalb sind wir sehr glücklich.»