«Croci-Torti will es so» Lugano-Stammspieler Zanotti kritisiert seinen Trainer scharf

Patrick Lämmle

15.5.2026

Mattia Zanotti reklamiert lautstark ein Foul.
Mattia Zanotti reklamiert lautstark ein Foul.
Keystone

Nach dem 2:2 gegen Sion übt Lugano-Verteidiger Mattia Zanotti Kritik am System und damit auch an Trainer Mattia Croci-Torti. Der 23-Jährige sieht grosses Verbesserungspotenzial.

Patrick Lämmle

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Der FC Lugano verteidigt mit einem 2:2 gegen Sion Platz 3 in der Tabelle.
  • Obschon Europa zum Greifen nah ist, kann Mattia Zanotti seine Enttäuschung nicht zurückhalten.
  • Der 23-Jährige kritisiert das System und damit auch Trainer Mattia Croci-Torti.

In der 90. Minute erzielt Lugano auswärts gegen Sion das 2:2 und verhindert damit, dass die Walliser in der Tabelle vorbeiziehen und den dritten Platz erobern. Somit haben es die Tessiner in der letzten Runde in den eigenen Füssen, sich für den Europacup zu qualifizieren.

Fast noch mehr als das Remis gibt nach der Partie allerdings ein Interview von Mattia Zanotti bei RSI zu reden Der ehemalige italienische Nachwuchsnationalspieler nimmt den Ausgleich auf seine Kappe: «Alles geht auf einen Fehler von mir zurück, denn das war ein Pass, den ich nicht hätte spielen dürfen. Wir könnten es zwar danach besser machen, aber diesen Pass hätte ich nicht spielen dürfen.»

Chouaref trifft zum Ausgleich

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14.05.2026

So weit, so gut, doch danach teilt der 23-Jährige gegen den Trainer aus. Auf die Frage nach der Unfähigkeit des FC Lugano, Spiele zu entscheiden, sagt Zanotti: «Das ist unsere Schwäche in diesem Jahr. Wir schaffen es nicht, viele Tore zu schiessen und vielleicht liegt das am System, das uns meiner Meinung nach nicht viel bringt.»

Zanotti erklärt: «Dieses Jahr haben wir das System mehrmals umgestellt. Meiner Meinung nach spielen viele Spieler auf ungewohnten Positionen, aber das ist der Wunsch des Trainers und deshalb versuchen wir einfach, seine Ideen umzusetzen.»

Es ist ein deutlicher Seitenhieb gegen Croci-Torti. Aber hat er mit dem Trainer schon einmal darüber gesprochen? «Nein, ich rede nicht. Ich spiele dort, wo man mich aufstellt.» Bevorzugen würde er allerdings ein 4:3:3-System, so viel verrät er dann doch noch.

Lugano mit guter Ausgangslage

In der letzten Runde am kommenden Sonntag (16.30 Uhr live auf blue Sport) spielt Lugano zuhause gegen den FC Basel, für den es nach dem Verpassen des europäischen Geschäfts um nichts mehr geht. Mit einem Sieg können die Tessiner den wichtigen 3. Platz klarmachen. Gelingt das nicht, muss man im Tessin auf die Schützenhilfe von YB hoffen, die zuhause gegen Sion die Saison versöhnlich abschliessen wollen und sich beim 8:3-Auswärtssieg gegen Meister Thun schon einmal warmgeschossen haben.

Sion – Lugano 2:2

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Super League | 37. Runde | Saison 25/26

14.05.2026