Basel wollte St. Galler Leitwolf Lukas Görtler erklärt: «Deshalb habe ich dem FCB abgesagt»

Patrick Lämmle

5.2.2026

FCSG-Captain Lukas Görtler über Basel-Angebot

FCSG-Captain Lukas Görtler über Basel-Angebot

05.02.2026

Lukas Görtler bestätigt im Fussball-Talk «Heimspiel», dass der FC Basel ihn verpflichten wollte. Ein Angebot von YB blieb hingegen aus. Der St. Gallen-Captain erklärt, warum für ihn ein Wechsel innerhalb der Schweiz kaum infrage kommt  – und weshalb sein Herz klar grün-weiss schlägt.

Syl Battistuzzi

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • FCSG-Captain Lukas Görtler bestätigt im Fussball-Talk «Heimspiel», dass der FC Basel ihn in der Amtszeit von Trainer Alex Frei verpflichten wollte, ein Wechsel für ihn aber nie ernsthaft infrage kam.
  • Görtler betont seine starke Verbundenheit zu St. Gallen, wo er sich sportlich und menschlich angekommen fühlt und seit 2021 Captain ist.
  • Ein Wechsel innerhalb der Schweiz ist für ihn sowieso kaum vorstellbar. Ein Angebot von den Young Boys gab es laut Görtler nie, da die gegenseitige Sympathie nicht gross sei.

Heimspiel als Podcast

Im Sommer 2019 verpflichtete St. Gallen – noch unter dem heutigen GC-Sportchef Alain Sutter – einen gewissen Lukas Görtler. Der damals 25-Jährige war ein Wandervogel. 

Die letzten beiden Jahre zuvor spielte der Deutsche in der niederländischen Ehrendivision beim FC Utrecht. Görtler durchlief die Nachwuchsabteilung des 1. FC Nürnberg, ehe er über Eintracht Bamberg den Weg in die zweite Mannschaft von Bayern München fand. Danach spielte er zwei Jahre beim 1. FC Kaiserslautern.

In der Ostschweiz findet Görtler endlich sein Glück. Der Mittelfeldspieler marschiert voran – auf und neben dem Platz. 2021 übernimmt er das Captainamt, welches er bis heute inne hat.

Alex Frei machte Avancen

Seine Qualitäten fallen auch der Konkurrenz auf. Als Alex Frei Trainer in Basel ist (Juli 2022 bis Februar 2023), will er Görtler verpflichten, wie blue Sport Chefredaktor Andreas Böni im Fussball-Talk «Heimspiel» erwähnt. Görtler bejaht die Aussage und meint: «In den letzten sieben Jahren hatte ich ein paar Telefonate mit Schweizer Vereinen, die aber meistens relativ kurz waren.»

Als er aus dem Ausland hierher gekommen sei, sei der FC Basel der Verein gewesen, der «die Schweiz irgendwie repräsentiert hat», erläutert er. «Das ist für mich immer noch so. Basel ist für mich – mal von St. Gallen abgesehen – der zweitsympathischste Verein. Er hat irgendwie eine Anziehungskraft, das kann man auch nicht leugnen», hält Görtler fest.

St. Gallen bedeutet Görtler viel – YB weniger

Doch der Routinier macht klar, dass der FCSG sein Herz erobert hat. «Für mich war immer relativ schnell klar, ich habe mich so St. Gallen verschrieben, ich wurde so herzlich aufgenommen und habe mir hier etwas erarbeitet», betont Görtler und ergänzt: «Ich habe hier etwas, was Besonders ist.» Aus diesen Gründen sei für ihn ein Wechsel nur «schwer vorstellbar» gewesen. «Und in der Schweiz dann noch mal schwerer», hält der 31-Jährige fest.

Ob es auch ein Telefonat mit YB gegeben habe, will Moderator Stefan Eggli wissen? «Nein. Ich glaube, YB weiss, das käme überhaupt nicht für mich infrage», sagt Görtler. Er sehe das ganze Thema relativ strikt. «Wenn ich jetzt irgendwo aus Amerika nochmal ein Angebot kriege, wo ich drei Millionen im Jahr verdiene, dass ich jeden Tag auf Kunstrasen gehe, dann würde ich es mir vielleicht nochmal überlegen, ob ich das mache», scherzt der Deutsche. Es sei aber nicht das, was er sich in seinen letzten Jahren als Profi-Fussballer vorstelle.

Und bezüglich einer sportlichen Zukunft in Bern? «Ich glaube, die Sympathien sind da gegenseitig ... eher kein Match», führt Görtler vielsagend aus.

Der Fussball-Talk mit Lukas Görtler in voller Länge

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