Umstrittene Penaltyszene

Lustenberger hadert mit dem VAR: «Keine Diskussion, dann ist es ein Fehlentscheid»

Jan Arnet

13.3.2022

Lustenberger hadert mit dem VAR: «Ich weiss nicht, warum eingegriffen wurde»

Lustenberger hadert mit dem VAR: «Ich weiss nicht, warum eingegriffen wurde»

13.03.2022

YB gibt zum wiederholten Mal eine Führung aus der Hand und spielt bei Schlusslicht Lausanne nach einem Gegentor in der Nachspielzeit nur 2:2. Der Penalty, der zum Ausgleich führte, sorgt aber für Gesprächsstoff.

Jan Arnet

13.3.2022

Es läuft schon die Nachspielzeit, als Lausanne einen seiner wenigen Angriffe lanciert und versucht, irgendwie doch noch zum 2:2 zu kommen. Hicham Mahou will eine Flanke in die Mitte schlagen, der Ball wird aber von Ulisses Garcia abgeblockt. Sofort reklamieren die Waadtländer einen Penalty und tatsächlich schaltet sich der VAR ein.

Schliesslich schaut sich Schiedsrichterin Esther Staubli die Szene am Monitor noch einmal an und entscheidet auf Penalty. Die TV-Bilder zeigen, dass der Ball zunächst an Garcias Oberschenkel abprallt, bevor er den Arm des YB-Verteidigers berührt. Eine umstrittene Szene, Staubli korrigiert ihren Entscheid aber und zeigt auf den Punkt – und Stjepan Kukuruzovic verwandelt den fälligen Elfmeter zum 2:2-Endstand.



Im Berner Lager sorgt die Penaltyszene für rote Köpfe. «Meiner Meinung nach ist die Regel so ausgelegt: Wenn der Ball zunächst an den Körper geht und dann an die Hand, ist es eine andere Situation. Deshalb weiss ich nicht, warum da eingegriffen wurde», ärgert sich Fabian Lustenberger im Interview mit blue Sport.

Letztes Jahr sei die Regel ganz klar so gewesen, dass es eine reguläre Situation ist, wenn der Ball an die Hand geht, nachdem er zuvor am Körper abprallte. «Ich weiss nicht, ob sie das geändert haben. Wenn nicht, gibt es keine Diskussion, dann war das ein Fehlentscheid», so der YB-Captain.

Lustenberger will aber nicht dem Schiedsrichtergespann die Schuld in die Schuhe schieben, dass YB nun schon zu vierten Mal in der Rückrunde den Sieg in den Schlussminuten verspielt hat. «Vielleicht hätten wir den Sack schon vorher zumachen können, trotzdem ist es sehr ärgerlich.»

Gygax: «Man kann sich die Hände ja nicht abschneiden»

Auch blue-Experte Daniel Gygax kann den Entscheid der Unparteiischen nicht nachvollziehen: «Die Hand hat da oben natürlich nichts verloren, aber der Ball geht ja nicht direkt an die Hand. Und jeder, der schon einmal Fussball gespielt hat, weiss, dass es normale Bewegungen gibt, die du als Fussballer machst. Man kann sich die Hände ja nicht abschneiden.» Er könne den Entscheid deshalb auch nicht verstehen. «Es geht so schnell, da hast du keine Chance mehr, die Hand runterzunehmen», so Gygax.

Bitter für die Young Boys, die damit bereits zum dritten Mal in Folge ohne Sieg bleiben. Der Rückstand auf Leader FCZ kann damit nur minimal verkürzt werden – und Basel könnte YB mit einem Sieg gegen Servette von Platz 2 verdrängen.

Lausanne – YB 2:2

Lausanne – YB 2:2

Credit Suisse Super League, 26. Runde, Saison 21/22

13.03.2022

Weitere Stimmen zum Spiel

Lauper: «Dieses Spiel ist ein Spiegelbild unserer Saison»

Lauper: «Dieses Spiel ist ein Spiegelbild unserer Saison»

13.03.2022

Zesiger: «Es ist wieder einiges gegen uns gelaufen»

Zesiger: «Es ist wieder einiges gegen uns gelaufen»

13.03.2022

Kukuruzovic: «Ein guter Punkt, aber es wäre mehr dringelegen»

Kukuruzovic: «Ein guter Punkt, aber es wäre mehr dringelegen»

13.03.2022