Der FC Zürich gewinnt eine vogelwilde Partie gegen Luzern nach 0:2-Rückstand mit 3:2. Alle drei Treffer des Heimteams fallen in der Schlussphase. Hier sind die Stimmen zum Spiel.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Nach fünf Niederlagen in Serie gelingt dem FCZ gegen Luzern endlich wieder ein Sieg in der Super League.
- Auf der Verliererseite ist der Frust nach einem weggeworfenen 2:0-Vorsprung gross. Matteo Di Giusto und Mario Frick lamentieren über drei verlorene Punkte.
- Beim FC Zürich überwiegt trotz schwachem Auftritt in der ersten Halbzeit die Freude.
- Sowohl Captain Brecher als auch Trainer Hediger glauben, dass sich die Mannschaft durch ihre harte Arbeit in den letzten Wochen die drei Punkte verdient hat.
«Mir fehlen die Worte» – Luzerns Matteo Di Giusto kann es nach dem Schlusspfiff kaum fassen: Nachdem er seine Farben mit einem Tor und einem Assist 2:0 in Führung brachte, verspielt der FCL den Vorsprung in der letzten Viertelstunde und verliert 2:3.
«Bis dahin haben wir ein sehr gutes Spiel gezeigt. Der Penalty und die Rote Karte haben uns den Wind aus den Segeln genommen», sagt Di Giusto im Interview bei blue Sport. «Eine extrem bittere Pille.»
Trainer Frick bezeichnet die Abwehrarbeit in der Schlussphase als «nicht Super-League-würdig» und legt sich fest: «Wenn es einen Grund gibt, warum wir nie in die Spitzengruppe vorstossen, dann sind es genau diese Spiele wie heute, die wir komplett im Griff haben, aber eine 2:0-Führung nicht über die Zeit bringen.»
Brecher: «Wir haben uns belohnt»
Ganz anders tönt es auf Seiten des FCZ. Nach fünf Niederlagen in Folge gelingt endlich wieder ein Sieg. «Nach dem 2:0 zur Halbzeit haben sicher viele geglaubt, das sei gelaufen für uns. Aber wir in der Mannschaft haben immer gewusst, dass wir noch eine Chance haben», sagt Captain Brecher nach dem so wichtigen Befreiungsschlag.
«Man hat heute wirklich gesehen, dass diese Mannschaft lebt. Wir haben uns belohnt für den Aufwand der letzten Wochen. Wir haben den Fight angenommen. Das macht mich auch stolz», so Brecher weiter.
Ähnliche Worte folgen von Interimstrainer Denis Hediger, der gegen Luzern seinen ersten Sieg als Trainer des FCZ einfährt. «Wir sind in der Kabine zusammengekommen und wussten, dass wir miteinander da durchgehen und uns das verdienen müssen. Aus meiner Sicht ist das verdient, weil ich sehe, was diese Mannschaft Tag für Tag leistet.»
Ob Hediger auch nach der Nati-Pause noch an der Seitenlinie des FCZ steht, lässt der 39-Jährige offen. «Ich habe noch keine Gespräche geführt. Es geht hier nicht um mich. Es ist schön, dass wir uns heute einmal belohnt haben, da ist meine persönliche Rolle nicht ganz so entscheidend.»