Mit Investoren, Genossenschaftsmodell und viel Herzblut wollen GC-Fans den Rekordmeister neu aufstellen. Die Initiative «vo-hoppers-für-hoppers.ch» skizziert einen Zehnjahresplan für eine nachhaltige Zukunft des Klubs.
Kurz vor der Barrage taucht aus Kreisen der GC-Fans eine Initiative auf, welche die brachliegenden Probleme lösen soll. Die Website «vo-hoppers-für-hoppers.ch» sieht die aktuelle Vereinsführung unter LAFC kritisch. Die sportlichen Fehlentwicklungen und die Sorge vieler Fans um die Identität des Traditionsklubs hätten zu dieser Aktion geführt.
In einem Manifest wird die Idee zitiert, in zehn Jahren den Verein «sportlich, finanziell und kulturell nachhaltig erfolgreich und als robuste Institution etabliert» zu haben.
Dies durch eine «vorbildliche Jugendarbeit, eine gewinnbringende Transferpolitik, eine attraktive und effektive Spielphilosophie sowie ein effizientes kaufmännisches Management und eine tiefe gesellschaftliche, überregionale Verwurzelung», wie es in der «Vision 2036» heisst.
Wie das Modell funktionieren soll
«Strategische Partner sollen den laufenden Betrieb sichern und finanzieren die sportlichen Investitionen für den Aufstieg. GC-Fans und Investoren entscheiden gemeinsam – ein partnerschaftliches Modell auf Augenhöhe mit klarer Themenzuteilung», lautet der Plan.
Die strategischen Partner sollen das langfristige Kapital einbringen. Gesucht seien «Unternehmer, Family Offices oder Stiftungen», welche sich «mit Herz für den Klub und mit Geduld für ein langfristiges Projekt» engagieren würden, um für eine «stabile Finanzierung über den Mitgliederbeitrag» zu sorgen.
Gesucht werden 4 bis 5 «Premium-Partner», welche je 3 Millionen Franken über 5 Jahre (also insgesamt 15 Mio. CHF) «verbindlich investieren» würden. Als Gegenleistung winkt unter anderem ein Sitz im Verwaltungsrat.
Daneben stellt man sich 5 bis 7 «Förder-Partner» vor, welche sich jeweils mit 1 Million Franken über 5 Jahre (Total 5 Mio CHF) beteiligen. Hier bekommt man etwa einen Sitz im Verwaltungsrat mit einem Drittel Stimme.
Dazu sollen mindestens 20'000 Hoppers-Anhänger analog wie in einer Genossenschaft mit kleineren Beträgen (100 CHF, 250 CHF, 500 CHF oder mehr) dazu beitragen, das Eigentum am Klub zurückzuholen.
«Das Modell werde seit Jahren bei einem «Schweizer Traditionsklub gleicher Grösse» (gemeint ist wohl der FC St. Gallen – Anm. d. Red.) erfolgreich angewendet». Das Resultat seien «schwarze Zahlen und regionale Verankerung.»