Streller über Taulant Xhaka «Er hat auch mal über das Ziel hinausgeschossen, aber immer auf eine sympathische Art»

Sandro Zappella

16.2.2025

Marco Streller zum Tauli-Rücktritt: «Ich bin sehr traurig»

Marco Streller zum Tauli-Rücktritt: «Ich bin sehr traurig»

Taulant Xhaka tritt Ende Saison zurück. Sein Wegbegleiter Marco Streller kennt die FCB-Legende sehr genau und hat eine persönliche Botschaft für den 33-jährigen.

14.02.2025

Taulant Xhaka hat verkündet, auf Ende Saison zurückzutreten. blue Sport Experte Marco Streller kennt den Mittelfeldspieler bestens und verrät, wie Xhaka wirklich getickt hat.

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Sandro Zappella, Ronja Zeller

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Taulant Xhaka wird im Sommer 2025 seine Karriere beenden.
  • Der 33-jährige Mittelfeldspieler ist beim FC Basel zur Vereinsikone geworden.
  • Der heutige blue Sport Experte Marco Streller hat lange mit Xhaka zusammengespielt und kann nur von seinem ehemaligen Teamkollegen schwärmen.

Überrascht es dich, dass Taulant Xhaka im Sommer zurücktritt? Sein Traum war doch, nochmals mit Granit zusammen beim FC Basel zu spielen.

Marco Streller: «Ich wusste nichts davon und bin wie viele davon überrascht worden. Aber Tauli ist einer, der kann die Situation richtig einschätzen. Er hat wunderschöne Zeiten erlebt in Basel und dem Verein immer die Treue gehalten. Ich glaube, er merkt auch ein bisschen den körperlichen Verschleiss, der dazukommt. Er hat sehr viele Spiele gemacht. Er hat gesehen, dass er nicht mehr immer erste Wahl war. Ich weiss und auch er weiss, wie wichtig er für die Mannschaft ist, was die ganze Kabine anbelangt. Er ist eine Identifikationsfigur und trotzdem glaube ich, ist er an einen Punkt gekommen, an dem er für sich selbst entschieden hat, dass es jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um zurückzutreten. Ich habe Hochachtung vor diesem Entscheid, bin aber auch sehr traurig, weil eine absolute Ikone den FCB als Spieler verlässt.»

Was bedeutet sein Rücktritt für den FCB?

«Schlussendlich geht es immer weiter. Weil kein Spieler ist grösser als der Verein. Aber er wird seinen Platz in den Geschichtsbüchern dieses Klubs zu Recht haben. Er hat sein ganzes Leben – mit Ausnahme einer Leihe zu GC – beim FCB verbracht. Ich weiss selbst, dass er Angebote hatte, um woanders zu spielen. Er hat dem FCB die Treue gehalten, das vergessen die Leute nicht. Auch seine Art zu spielen: Er ist ein ehrlicher Arbeiter, der aber technisch besser ist, als viele denken. Ich habe es mega genossen, mit ihm zusammenzuspielen, deshalb tut es mir auch weh, dass er geht.»

Was ist er neben dem Platz für ein Typ?

«Ein Lausbub, im positiven Sinn. Ich habe ihn kennengelernt, als er sehr jung war und zu uns in die erste Mannschaft kam. Er war vielleicht immer auch ein bisschen im Schatten von Granit und trotzdem hat er seine Rolle angenommen. Er war wirklich für jeden ‹Seich› zu haben. Er hat auch mal über das Ziel hinausgeschossen, aber immer auf eine sehr sympathische Art. Man kann ihn einfach nur gern haben. Auf ihn hat man sich immer verlassen können als Mitspieler. Er war immer da, wenn es ihn gebraucht hat und hat Verantwortung übernommen. Ein toller Mensch, ein toller Fussballer. Ich bin sehr dankbar, dass ich einen grossen Teil meiner Karriere mit ihm zusammenspielen durfte.»

Hast du eine lustige Anekdote, die dir in Erinnerung bleiben wird von eurer gemeinsamen Zeit?

Es gäbe mehrere Anekdoten, aber das bleibt unter uns. Wir hatten es sehr lustig zusammen, haben viel erlebt. Aber gewisse Sachen gehören nicht an die Öffentlichkeit (lacht).


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