«Das ist einfach blöd» Mehmedi kritisiert Tsimba scharf – und auch Kamberi kriegt sein Fett weg 

Syl Battistuzzi

9.5.2026

«Das ist einfach blöd» – Mehmedi kritisiert Tsimba nach Platzverweis

«Das ist einfach blöd» – Mehmedi kritisiert Tsimba nach Platzverweis

09.05.2026

Emmanuel Tsimba erlebt im Zürcher Derby einen bitteren Abend: Erst bringt der 19-Jährige GC mit seinem ersten Super-League-Tor in Führung, kurz vor der Pause fliegt er nach einem Ellbogenschlag vom Platz. Im blue Sport Studio hagelt es Kritik – auch für «Opfer» Lindit Kamberi.

Syl Battistuzzi

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  • Emmanuel Tsimba brachte GC im Zürcher Derby per Kopf in Führung, flog aber kurz vor der Pause nach einem Ellbogenschlag gegen Lindrit Kamberi mit Rot vom Platz.
  • Im blue Sport Studio kritisierte Admir Mehmedi die Aktion scharf und sprach von einer unnötigen Schwächung der Mannschaft. Kamberi habe die Szene zwar theatralisch angenommen, die rote Karte sei aber nachvollziehbar gewesen.
  • Schiedsrichterexperte Stephan Klossner bezeichnete den Platzverweis als alternativlos. Gleichzeitig kritisierte er das übertriebene Fallenlassen im Fussball und fordert strengere Massnahmen für die kommende Saison.

In der drittletzten Runde der Super League kommt es in der Relegation Group zum Zürcher Derby. Im Mittelpunkt steht dabei Emmanuel Tsimba. Der 19-Jährige, der im Winter von YB leihweise zu den Hoppers stiess, bekommt vom neuen GC-Coach Peter Zeidler das Vertrauen. 

In der 34. Minute scheint die Taktik aufzugehen. Mit seinem 1. Saisontor in der Super League köpft Tsimba GC in Front. Kurz vor der Pause liegt Lindrit Kamberi am Boden, nachdem der FCZ-Verteidiger im Luftduell einen Ellbogenschlag von Tsimba an die Brust abbekommen hat. Der VAR meldet sich, Schiedsrichter Lukas Fähndrich schaut sich die Szene nochmals am Bildschirm an – und stellt Tsimba mit Rot vom Platz. Ein sicher harter Entscheid, da Kamberi bei der Aktion sehr theatralisch zu Boden geht.

Die Szene wird auch im blue Sport Studio intensiv diskutiert. «Kamberi guckt noch, ob der Schiri hinschaut, und lässt sich dann fallen, als ob er einen zweifachen Rippenbruch hätte», meint Admir Mehmedi und ergänzt: «Er nimmt das Geschenk an.»

Emmanuel Tsimba  muss nach seiner Roten Karte vom Platz.
Emmanuel Tsimba  muss nach seiner Roten Karte vom Platz.
KEYSTONE

Für GC ist es bereits die zwölfte rote Karte in dieser Saison, das ist klarer Liga-Höchstwert. Die Hoppers haben damit aktuell doppelt so viele Platzverweise wie Siege auf dem Konto.

Klossner: «Da ist sicher etwas passiert vorher mit Kamberi»

GC habe schon fussballerische Probleme und die Punkteausbeute sei mager. In dieser Situation sei das dämlich von Tsimba, sich so anzustellen. «Was hat der Schiri für eine andere Wahl, als Rot zu geben?», fragt Mehmedi in die Runde. Sein hartes Fazit: «Sich so zu schwächen, also ich verstehe es nicht. Als Trainer hockst du da und bist sprachlos, das ist einfach blöd.» Immerhin will Zeidler mit Tsimba nicht allzu hart ins Gericht gehen. «Der Junge muss davon lernen», so der Deutsche. 

Für Schiedsrichterexperte Stephan Klossner ist die rote Karte alternativlos.  «Er lässt sich hier provozieren – da ist sicher etwas passiert mit Kamberi vorher», glaubt er. Der Schiedsrichter sei zwar in der Nähe gewesen, habe aber von der Provokation wohl nichts mitbekommen, sonst hätte es mutmasslich Gelb für Provokation gegeben, erläutert Klossner.

So übertrieben den sterbenden Schwan zu spielen sei leider üblich, moniert Klossner. Aber in der drittletzten Runde dafür eine gelbe Karte sei wohl nicht der richtige Zeitpunkt. «Aber auf die neue Saison sollte man sicher da etwas machen.»

Zürich – GC 2:1

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Super League | 36. Runde | Saison 25/26

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