blue zuhause beim Erfolgstrainer Mit Thun kocht er alle ab – und auch als Koch brilliert Lustrinelli

Michael Wegmann

24.11.2025

Risotto mit Lustrinelli: Das Erfolgsrezept des Thun-Trainers

Risotto mit Lustrinelli: Das Erfolgsrezept des Thun-Trainers

FC-Thun-Trainer Mauro Lustrinelli lädt blue Sport zum Risotto ein und verrät, mit welchen Zutaten er sein Team an die Tabellenspitze führt.

24.11.2025

Aufstiegstrainer Mauro Lustrinelli coachte den FC Thun sensationell an die Spitze der Super League. Das richtige Rezept findet der Tessiner auch in der Küche. Lustrinelli lädt blue Sport zu sich nach Hause ein, serviert Risotto mit Luganighe, dazu ein Glas Merlot und selbstgemachtes Tiramisu. 

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Michael Wegmann, Ronja Zeller, Evita Rauber

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Mauro Lustrinelli, Erfolgstrainer des FC Thun, empfängt blue Sport bei sich zuhause zum Mittagessen und begeistert mit seinem selbstgekochten Risotto nach Familienrezept.
  • Der frühere Nationalspieler vergleicht das Kochen mit dem Trainerberuf: Erfolg entsteht durch das Zusammenspiel von Qualität, Timing und Teamgeist, nicht durch Einzelstars.
  • Mit dem Aufsteiger hat er ambitionierte Ziele gesetzt, aktuell führt das Team überraschend die Tabelle mit sechs Punkten Vorsprung an – ein Ergebnis, das seinem angestrebten «Wow-Gefühl» entspricht.

Man merkt, dass Mauro Lustrinelli regelmässig in der Küche steht. Jeder seiner Handgriffe sitzt. Der Erfolgstrainer des FC Thun ist entspannt und locker, obwohl blue Sport zu dritt in seiner Küche steht und ihm beim Kochen über die Schultern schaut. «Ich koche oft», sagt er, «dabei kann ich gut abschalten.»

Lustrinelli hat blue Sport zu sich nach Hause zum Mittagessen ins Berner Oberland eingeladen. Ein Heimspiel kommt auch auf den Teller. Wie es sich für einen Tessiner gehört, serviert er zu einem guten Glas Rotwein Risotto mit Luganighe. Wir lernen schnell. Wer die Luganighe (würzige Tessiner Wurstspezialität) simpel als Wurst bezeichnet, wird in der Küche der Lustrinellis gerüffelt. 

«Von meinem Risotto sind alle begeistert»

Lustrinellis grosser Stolz ist jedoch sein Risotto. «Alle, die ihn bisher probiert haben, waren begeistert», sagt er und lacht. «Ich hoffe, dass er euch auch schmecken wird.» Vorneweg: Sein Risotto ist vorzüglich. Wie übrigens auch das selbstgemachte Tiramisu, welches er später zum Dessert servieren wird.

Man merkt, Lustrinelli liebt es zu kochen, tat er schon immer, auch als Spieler. Sein Risotto macht er nach Familienrezept mit Rotwein. Klar sei die Qualität der Zutaten wichtig, sagt er. «Je besser der Rotwein, desto besser der Risotto.» Aber nicht nur. Timing und Art und Weise der Zubereitung sei auch wichtig, sagt er. «Wie viel Rotwein gebe ich hinzu, wann mische ich Safran drunter, wann Butter.»

«Ein Rotwein für 1000 Franken macht noch kein gutes Menü»

Lustrinelli sieht viele Parallelen zwischen einem Koch und einem Fussballtrainer. «Ein Rotwein für tausend Franken macht noch kein gutes Menü, es ist das Zusammenspiel der Zutaten, der Mix zwischen solider Basis und Kreativität, welches es ausmacht. Es ist wie bei einem Team: Da macht ein teurer Superstar auch noch keine erfolgreiche Mannschaft.»

Das Erfolgsrezept in der Küche, die Kochschürze steht Lustrinelli übrigens bestens, hat der ehemalige Nati-Stürmer gefunden. So wie das Rezept, um einen krassen Aussenseiter auf den Leaderthron zu coachen. Da oben zu bleiben dürfte noch schwieriger werden, ihn und seine Thuner unterschätzt keiner mehr. «Einfacher wird's nicht, aber spannender. Es ist eine tägliche Herausforderung», sagt Lustrinelli. Eine, die ihm zu gefallen scheint. 

«Für mich ist es wichtig, ein Wow-Gefühl zu haben»

Schon vor dem ersten Saisonspiel hat er die Top-6 als Ziel vorgegeben, und nicht, wie für einen Aufsteiger üblich, einen Nicht-Abstiegsplatz. Damit hat Lustrinelli selbst für ganz viel Druck gesorgt. «Für mich war es wichtig, so ein Wow-Gefühl zu haben. Der Nicht-Abstieg wäre für uns kein Wow-Gefühl gewesen.»

«Wow» ist derzeit der Vorsprung von 6 Punkten des FC Thun auf den Zweitplatzierten YB trotz der unglücklichen Niederlage zuletzt gegen Lugano. Und «Wow» war auch das Mittagessen zuhause beim Erfolgstrainer.

Thun – Lugano 0:1

Thun – Lugano 0:1

Super League | 14. Runde | Saison 25/26

22.11.2025