«Kannst du doch nicht machen» Pascal Zuberbühler kritisiert FCB-Führung scharf

Björn Lindroos

9.3.2026

Zuberbühler: «Das ist ein No-Go für mich»

Zuberbühler: «Das ist ein No-Go für mich»

06.03.2026

Der amtierende Meister taumelt. Im Fussballl-Talk Heimspiel sprechen Blerim Dzemaili und Pascal Zuberbühler über die aktuelle Situation beim FCB und kritisieren die sportliche Führung. Trainer Stephan Lichtsteiner nehmen sie derweil in Schutz.

Björn Lindroos

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Pascal Zuberbühler kritisiert die Vereinsführung des FCB scharf, gerade Sportchef Daniel Stucki kriegt sein Fett weg.
  • Blerim Dzemaili erklärt, warum beim FCB mit Stephan Lichsteiner jetzt Geduld gefragt ist.
  • Dass Lichtsteiner sein Team aber öffentlich kritisiert hat, sei ein Fehler gewesen.

Der FC Basel kommt mit Stephan Lichtsteiner weiter nicht vom Fleck. Nach dem knappen Sieg gegen GC folgte am Sonntag mit der deutlichen 0:3-Pleite in St.Gallen der nächste Dämpfer für den Titelverteidiger.

Im Fussball-Talk Heimspiel nehmen die blue Experten Blerim Dzemaili und Pascal Zuberbühler den Coach aber in Schutz. «Er ist ein junger Trainer. Er wird noch viel lernen, es ist ein Lernprozess», so Zuberbühler.

«Stucki muss noch sehr viel lernen»

Stattdessen geht der einstige FCB-Goalie (287 Spiele) mit der Vereinsführung hart ins Gericht. Gerade der Zeitpunkt des Trainerwechsels ist Zuberbühler ein Dorn im Auge: «In so einem Moment den Trainer zu wechseln, ist für mich ein No-Go. Ein Eigentor.»

Über Sportchef Daniel Stucki sagt er: «In Salzburg hat er Magnin die Beine öffentlich vor der Kamera abgesägt. Das kannst du doch nicht machen.» Und weiter: «Er ist noch nicht lange Sportchef, er muss noch sehr viel lernen.»

Heimspiel als Podcast

Auch dass man im Sommer derart viele Spieler ziehen lassen hat, kritisiert Zuberbühler. «Die Situation mit Kade hat mir nicht gefallen. Warum hat man nicht probiert, ihn zu halten und immerhin für die Spiele gegen Kopenhagen noch einzusetzen? Das habe ich nicht verstanden.»

Grosse Umstellung

Für Dzemaili ist klar, dass der Klub reagieren musste. Jetzt fordert er Geduld. «Ich finde es gut, wenn man einen jungen Trainer holt. Aber man muss ihm Zeit geben. Im Moment spürt er den Druck und das tut ihm nicht gut.»

Dzemaili: «Man muss Lichtsteiner Zeit geben»

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06.03.2026

Lichsteiner kam aus der 1. Liga Classic zu Basel. Der FCB ist seine erste Profi-Station als Trainer. Zuvor trainierte er Wettswil-Bonstetten. Diese Umstellung sei riesig, betont Dzemaili. «In der 1. Liga schauen alle zu dir hoch, du bist Stephan Lichtsteiner. Die machen alles, was du sagst. Aber im Profibereich ist das anders. Er muss die Spieler besser machen, damit sie auch zu ihm hochschauen.» Laut dem 39-Jährigen müsse sich Lichtsteiner auch noch mehr von seinem Spieler-Dasein verabschieden.

«Er ist sehr emotional», weiss Dzemaili, der Lichtsteiner bestens aus der Nati kennt. Dass er sein Team aber öffentlich heftig kritisierte, sei ein Fehler gewesen. «Er wird daraus lernen», sind sich Zuberbühler und Dzemaili aber einig.

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