Die Aufregung nach dem Spiel zwischen St.Gallen und dem FCZ ist gross. Denn alle sind sich einig, dass die St.Galler um einen Elfmeter gebracht wurden. Nun wehren sich die Schiedsrichter: Alles habe seine Richtigkeit.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Am Samstag sind die St.Galler sauer, dass sie in einer Szene keinen Elfmeter erhielten.
- Auch Schiedsrichter-Experte Stephan Klossner sprach von einem Fehlentscheid.
- Doch womöglich hatte alles seine Richtigkeit, wie Bilder aus anderen Perspektiven beweisen sollen.
FCSG-Captain Lukas Görtler tobt nach der 1:2-Niederlage gegen den FCZ. «Ich habe die Szene gerade gesehen. Das ist unglaublich. Wir haben den Video-Schiedsrichter. Wie kann man so etwas nicht sehen? Dann lassen wir es einfach ohne VAR. Dann ist es ein faires Spiel auf beiden Seiten und man akzeptiert, dass Wolfensberger die Szene nicht richtig beurteilt.» Görtler ist sich sicher: «1000 Leute schauen diese Szene an und 1000 Leute sagen, dass es Elfmeter ist.»
blue Sport Experte Christian Schneuwly pflichtet bei: «Das ist ganz klar Penalty.» Und auch Schiedsrichter-Experte Stephan Klossner spricht von einem Fehlentscheid: «Das darf dem VAR nicht passieren.» Beim «Blick» spricht Ex-Spitzenschiedsrichter Urs Meier von einem «Samichlaus-Geschenk für den FCZ».
«Weiterspielen ist hier der regeltechnisch richtige Entscheid»
Klossner meldet, er habe ein Bild erhalten, das ihm am Vortag bei seiner Analyse nicht zur Verfügung gestanden sei. «Meine Bewertung gestern war falsch. Aufgrund der neuen Bilder kann man nicht klar sagen, ob der Ball an der Schulter war oder am Oberarm. Es war richtig, dass der VAR nicht eingegriffen hat. Ich muss mich bei Sandro Schärer entschuldigen, er hat keinen Fehler gemacht.»
Am Sonntagnachmittag werden die Schiedsrichter auch vom SFV in einer Medienmitteilung inklusive Videobeweis in Schutz genommen: «Zur umstrittenen Szene in der 71. Spielminute im Spiel vom 6.12.2025 St. Gallen - FC Zürich standen dem VAR Bilder aus verschiedenen Kameraperspektive zur Verfügung. Diese Bilder zeigen, dass die Berührung des Balles durch den Verteidiger im Schulterbereich erfolgt ist. Gemäss Spielregeln (vgl. Illustration) ist das Spielen des Balles mit der Schulter erlaubt. Da die Prüfung aller Kameraperspektiven auf ein Spielen des Balles mit der Schulter hinweist, hat der VAR zurecht nicht interveniert. Weiterspielen ist hier der regeltechnisch richtige Entscheid.»