Die Brandkatastrophe von Crans-Montana hat die Schweiz erschüttert, besonders das Wallis. Der FC Sion will beim nächsten Heimspiel der Opfer gedenken. Die eingeladenen Ski-Stars können aber nicht teilnehmen.
Vor der Partie gegen den FC Winterthur am kommenden Mittwoch findet im Tourbillon ein kurzer Gedenkakt statt. Sion-Präsident Christian Constantin kündigt im «Blick» an, dass unter anderem der Vater eines weiblichen Todesopfers, die bei ihm gearbeitet habe, beteiligt sein werde. «Er wird zusammen mit der Mutter eines oder einer Verletzten einen Kranz niederlegen.» Ausserdem sollen die Namen aller Todesopfer auf dem Stadionbildschirm eingeblendet werden.
Constantin möchte auch prominente Sportler einbeziehen. «Sie sollen den Eltern Kraft für die dunklen Stunden geben», so Constantin. Er denkt dabei vor allem an Ski-Stars wie Marco Odermatt. Nachdem allerdings bereits Slalom-Weltmeisterin Camille Rast abgesagt hat («Leider kann sie wegen ihres Weltcupkalenders nicht kommen»), muss auch Odermatt passen.
«Wir sind dann in Wengen und haben anderes zu tun. Wir müssen uns auf uns konzentrieren», wird der Gesamtweltcupsieger im «Blick» zitiert. Odermatt und Co. trainieren unter der Woche für die Lauberhorn-Rennen. Am Freitag geht der Super-G über die Bühne, am Samstag folgt die Abfahrt und am Sonntag der Slalom.
Auch Constantins Angebot, die Ski-Stars mit dem Helikopter in Wengen abzuholen und nach der Zeremonie oder am nächsten Morgen zurückzufliegen, scheint niemanden umstimmen zu können. Loïc Meillard sagt: «Ich weiss zwar nicht viel darüber, aber wegen der Vorbereitungen auf die Rennen in Wengen werde ich nicht dort sein.»