Xherdan Shaqiri ist nach dem Basler 4:3-Sieg im Klassiker auswärts beim FCZ der gefeierte Held. Mit seinen Toren trägt er wesentlich dazu bei, dass Ludovic Magnin mit einem Lächeln im Gesicht zum Interview erscheint.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Der FC Basel gewinnt den Klassiker gegen den FC Zürich auswärts mit 4:3.
- Xherdan Shaqiri steuert drei Tore und einen Assist zum Sieg bei.
- FCB-Trainer Ludovic Magnin ist nach dem Sieg sichtlich erleichtert, denn sein Trainerstuhl wackelt derzeit gewaltig.
FCB-Trainer Ludovic Magnin steht vor dem Klassiker massiv unter Druck. Denn spätestens nach dem Interview von Sportchef Daniel Stucki im Anschluss an die 1:3-Pleite gegen Salzburg in der Europa League ist klar: Magnins Trainerstuhl wackelt. Siegen oder fliegen, so das Motto.
Vor dem Spiel zeigt blue Sport Experte Pascal Zuberbühler übrigens wenig Verständnis für besagtes Interview. «Die Aussagen haben mir nicht gefallen. Eigentlich hat Stucki in der Situation Magnin schon die Beine abgesägt!»
Gut für Magnin, dass Shaqiri am Sonntag einen Werkzeugkasten mit in den Letzigrund bringt. Vor dem Spiel lässt der FCB-Star primitive Provokationen schweigend an sich abprallen, umso lauter ist seine Antwort auf dem Platz. Shaqiri steuert auf dem Weg zum 4:3-Sieg drei Tore und einen Assist bei. Den Siegtreffer erzielt er in der 4. Minute der Nachspielzeit. Wahnsinn.
Die Mitspieler wissen denn auch, bei wem sie sich zu bedanken haben. Und natürlich ist auch Ludovic Magnin sichtlich erleichtert. «Es war ein super Spiel für die Zuschauer, aber uns an der Seitenlinie hat es ein paar Nerven gekostet.» Er sei aber «unglaublich stolz auf die Mannschaft», wie sie auf den frühen Rückstand reagiert habe. «In diesem Moment wären viele Mannschaften zusammengebrochen, wir nicht. Das zeigt wieder einmal, dass die Kabine intakt ist und dass wir es zusammen gut haben.»
Die nächsten Prüfungen stehen bevor
Der Sieg gegen den FCZ ist allerdings nur ein erster Schritt in die richtige Richtung. «Wir werden nächste Woche wieder zwei grosse Spiele haben und wir wollen mit dieser Mentalität weiterfahren», so Magnin. Gegen Viktoria Pilsen und den FC Thun müssen wohl erneut Siege her, ansonsten steht am 4. Februar im Cup-Viertelfinal gegen St.Gallen dann womöglich doch plötzlich ein anderer Trainer an der Seitenlinie.
Solche Gedanken lässt Magnin sicher nicht zu. Er sagt nach dem Spiel noch Folgendes: «Wichtig ist immer, ruhig zu bleiben. Und ich bin froh, dass der ganze Staff und der ganze Verein in diesen zwei, drei Tagen ruhig geblieben sind, trotz des ganzen Gewitters, das um uns herum war.»